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Am Boden geblieben

Die Corona-Krise über den Wolken.
Die Luftfahrtbranche ist aufgrund von Corona in der Krise. Die Passagierzahlen sind im vergangenen Jahr eingebrochen und Tausende ArbeitnehmerInnen sind seit dem vergangenen Frühjahr in Kurzarbeit oder haben gar ihren Job verloren – betroffen sind alle Berufsgruppen, egal ob Bordpersonal in den Flugzeugen, Bodenpersonal der Airlines, Reinigungskräfte an den Flughäfen Österreichs oder Beschäftigte in der Flugsicherheit.

Redakteur Martin Mandl hat sich in Anbetracht dieser Krise mit Daniel Liebhart, dem Vorsitzenden des Fachbereichs Luftfahrt der Gewerkschaft vida, unterhalten und jene Themen analysiert, die die Branche im abgelaufenen Jahr bewegt haben. Aber nicht nur das vergangene Jahr stand im Fokus des Gesprächs mit dem Gewerkschafter, sondern auch die Herausforderungen, mit denen die Branche und die Gewerkschaft vida als Arbeitnehmervertretung konfrontiert ist.
 
Geht das Jahr 2020 als das schwierigste in die Luftfahrtgeschichte ein?
 
Daniel Liebhart: „Das ist eine schwierige Frage. Die Luftfahrtbranche ist definitiv eine, die von der Krise besonders hart getroffen wurde. Schwierig ist es aber vor allem für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie sind betroffen durch Unsicherheit und Zukunftsängste, weniger Einkommen durch Kurzarbeit, bei Laudamotion und Ryanair mit weniger Einkommen durch Lohndumping. Die Luftfahrt wird aber immer gebraucht werden als Verbindung zwischen der Welt und den Menschen, die die Welt entdecken wollen.“
 
Kann man Einbrechen des Flugaufkommens auch in Arbeitsmarktrelevantes ausdrücken?
 
Daniel Liebhart: „Die, die tatsächlich betroffen sind und Existenzsorgen haben, sind die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ein Herr O’Leary braucht sich um seine Zukunft keine Gedanken machen, eine Flugbegleiterin bei Ryanair aber sehrwohl. Das ist eben der Unterschied, der auch tatsächlich da ist. Kurzarbeit trifft in der Luftfahrt alle. Wobei man auch da dazusagen muss, dass Unternehmen wie Ryanair oder Wizzair rechtlich gar keine Möglichkeit, Kurzarbeit in Österreich zu beantragen. Die lösen das dann auf ihre verhaltenskreative Art.“
 
 

 

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Über uns

Der Fachbereich Luft- und Schiffverkehr in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der ArbeitnehmerInnen, die im Bereich Boden, Bord, Flugsicherung und in der Schifffahrt beschäftigt sind. Hier treffen PilotInnen, FlugbegleiterInnen, LuftfahrzeugtechnikerInnen, FlughafenarbeiterInnen und FluglotsInnen auf Beschäftigte in der Binnen- und Hochseeschifffahrt. Damit sie ihre Arbeit unter guten und sicheren Bedingungen erbringen können, gestaltet vida aktiv mit. Nationale und internationale Vernetzung, Lobbying und kompetente Grundlagenarbeit zählen zu unseren täglichen Aufgaben. Wir achten auf die Einhaltung bestehender Kollektivverträge und Betriebsvereinbarungen, setzen uns für korrekte arbeitsrechtliche Bedingungen und die Verbesserung der kollektivvertraglichen Regelungen ein und verhandeln neue Kollektivverträge. Im Bereich der Schifffahrt machen wir uns gemeinsam mit internationalen Verkehrsgewerkschaften für einheitliche europäische Regelungen und verstärkte Kontrollen stark, um so die Arbeitssituation der Beschäftigten zu verbessern.

Fachbereichsvorsitzender: Daniel Liebhart
Fachbereichssekretär: Philip Gastinger