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Coronavirus und Kurzarbeit

Laudamotion tritt österreichischen Recht weiterhin mit Füßen.

Nach den Meldungen von gestern, dass auch die Billigairline Laudamotion Kurzarbeit vorbereite, betont die Gewerkschaft vida, dass in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten primär die Entgelte und Arbeitsplätze gesichert werden müssen. Wir fordern Laudamotion auf, dazu mit dem Betriebsrat und den Sozialpartnern zusammenzuarbeiten, anstelle Betriebsräte rauszuwerfen oder sie zu ignorieren. Machtspiele sind in schwierigen Zeiten umso mehr völlig fehl am Platz. 

Überkapazitäten und Corona-Auswirkungen gefährlich für Standort

Bereits vor Ausbruch des Coronavirus herrschte ein Dumping Wettbewerb am Flughafen Wien, der nicht zuletzt aufgrund von fehlenden einheitlichen Spielregeln gefördert wurde. Der ultraliberale Wettbewerb in Kombination mit den bisherigen Überkapazitäten am Markt und den nun fatalen Auswirkungen des Coronavirus auf die Luftfahrtbranche sind eine gefährliche Mischung für den Standort und die Arbeitsplätze am Flughafen Wien. Jetzt sind rasch Maßnahmen gefordert, um die Arbeitsplätze zu erhalten. Mittelfristig müssen auf dem Markt endlich faire Spielregeln etabliert werden, damit nicht alle Unternehmen abrupt bei einer Krise in eine wirtschaftliche Schieflage geraten.

vida für Verhandlungen allzeit bereit

Die Gewerkschaft vida ist jederzeit für Verhandlungen bereit, um Entgelte und Jobs zu sichern und den betroffenen Unternehmen und ihren Beschäftigten in dieser schwierigen Zeit zu helfen. Von Airlines wie Laudamotion wird erwartet, dass sie sich an die Grundzüge des österreichischen Rechts halten. Denn für erneute Verunsicherung bei der Belegschaft hat gestern in diesem Zusammenhang eine Aussendung des Lauda-Managements gesorgt. Darin hieß es, ohne Kurzarbeit würden unbezahlter Urlaub und Kündigungen drohen.

„Laudamotion gefährdet durch unnötige Klagen und Strafverfahren bei Gericht nur sich selbst als Unternehmen und somit auch hunderte Arbeitsplätze!“

Daniel Liebhart, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Luftfahrt

Unternehmen erkennt Ernst der Lage nicht

Das Management hat zudem seine Forderungen gegenüber der Belegschaft wiederholt, umgehend eine Wahl für einen PilotInnen-Betriebsrat und eine separate Wahl für einen FlugbegleiterInnen-Betriebsrat durchzuführen zu wollen. Allerdings besteht bei Laudamotion bereits ein rechtmäßig gewählter aber vom Unternehmen ignorierter Betriebsrat. Auch nach dem österreichischen Arbeitsverfassungsrecht ist eine Teilung des Betriebsrats des fliegenden Personals ausgeschlossen. Lauda negiert hier weiterhin unverschämt die österreichische Rechtsordnung: Wenn das Unternehmen selbst in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten nur zum Ziel hat, die Belegschaft zu schwächen, erkennt die Unternehmensführung den Ernst der Lage nicht. 

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Der Fachbereich Luft- und Schiffverkehr in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der ArbeitnehmerInnen, die im Bereich Boden, Bord, Flugsicherung und in der Schifffahrt beschäftigt sind. Hier treffen PilotInnen, FlugbegleiterInnen, LuftfahrzeugtechnikerInnen, FlughafenarbeiterInnen und FluglotsInnen auf Beschäftigte in der Binnen- und Hochseeschifffahrt. Damit sie ihre Arbeit unter guten und sicheren Bedingungen erbringen können, gestaltet vida aktiv mit. Nationale und internationale Vernetzung, Lobbying und kompetente Grundlagenarbeit zählen zu unseren täglichen Aufgaben. Wir achten auf die Einhaltung bestehender Kollektivverträge und Betriebsvereinbarungen, setzen uns für korrekte arbeitsrechtliche Bedingungen und die Verbesserung der kollektivvertraglichen Regelungen ein und verhandeln neue Kollektivverträge. Im Bereich der Schifffahrt machen wir uns gemeinsam mit internationalen Verkehrsgewerkschaften für einheitliche europäische Regelungen und verstärkte Kontrollen stark, um so die Arbeitssituation der Beschäftigten zu verbessern.

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