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vida-Kritik an Laudamotion

Hungerlöhne und sittenwidrige Vertragsklauseln.

Die Gewerkschaft vida warnt Arbeitnehmerinnen davor neue Arbeitsverträge für die Ryanair-Tochter Laudamotion über eine Leiharbeitskonstruktion mit der "Crewlink Ireland Limited, Zweigniederlassung Österreich" abzuschließen. Unter anderem droht damit ein All-in-Gehalt von 1.130,63 Euro brutto (959 Euro netto) . "Dieser Betrag liegt klar unter der Armutsgefährdungsschwelle", warnt Daniel Liebhart, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Luftfahrt. „Um dieses Gehalt, das noch dazu All-in ist, kann man weder halbwegs vernünftig Wohnen noch seinen Lebensunterhalt in einem würdigen Ausmaß bestreiten“, kritisiert der vida-Gewerkschafter.

„Derartige Verträge sind in vielen Punkten nicht nur moralisch verwerflich,  sondern in mehreren Klauseln rechtlich unzulässig und sittenwidrig“, so Liebhart. „Zusätzlich werden die FlugbegleiterInnen der aktuell laufenden Ausbildungskurse bei Laudamotion unter Druck gesetzt, solche Verträge zu unterschreiben: Wenn sie nicht unterzeichnen, stehen sie nach der Ausbildung ohne Job da. Viele sind für ihre Ausbildung extra nach Wien gezogen oder haben deswegen sonstige Unkosten auf sich genommen“, betont der Gewerkschafter.

„Wir können nur davor warnen, All-in-Verträge für Laudamotion mit Hungerlohn und sittenwidrigen Klauseln zu Arbeitsort und weltweiten Versetzungsmöglichkeiten zu unterschreiben.“

Daniel Liebhart, Vorsitzender vida-Fachbereich Luftfahrt  

Allen Gewerkschaftsmitgliedern steht die vida mit Rechtsschutz zur Seite, um Dienstverträge auf rechtswidrige Klauseln hin zu prüfen und diese vor Gericht zu bekämpfen.

Nach der ersten Sichtung von Musterverträgen könne davon ausgegangen werden, dass Klauseln, die nicht im Einklang mit der österreichischen Gesetzeslage stehen, vorhanden sind.  Das fange bei der Bezahlung nicht ortsüblicher Gehälter (KV-Umgehung) an und ende bei der systematischen Benachteiligung von überlassenen Arbeitskräften durch die Vertragsbestimmungen für Versetzungen. „Allen Gewerkschaftsmitgliedern steht die vida mit Rechtsschutz zur Seite, um Dienstverträge auf rechtswidrige Klauseln hin zu prüfen und diese vor Gericht zu bekämpfen“, bekräftigt Liebhart.  

Eine Erstprüfung der Verträge durch das vida-Rechtsreferat hat folgende rechtlich besonders problematische Punkte zum Vorschein gebracht:

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