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AUA-Bord: KV-Verhandlungen

vida und Betriebsrat prüfen Unternehmensvorschlag.

Das AUA-Management hat heute Eckpunkte für einen neuen Kollektivvertrag (KV) für das Bordpersonal vorgelegt. Der Betriebsrat Bord und die Gewerkschaft vida wollen den Vorschlag erst im Detail prüfen.

Betriebsrat Bord gegen "Speed killls"

"Wir brauchen vernünftige Verhandlungen, keinen Zeitdruck", sagt Betriebsrat Bord-Vorsitzender Karl Minhard zur Austria Presseagentur (APA). Ablehnen will er die zuvor vom Management vorgelegten Eckpunkte für einen neuen Kollektivvertrag (KV) samt Vergleich vorerst nicht. Man müsse sich den Vorschlag erst im Detail anschauen.

Bald Bewegung im Rechtsstreit?

Dass die Fluggesellschaft plötzlich nach zehnmonatigen Verhandlungen so aufs Tempo drückt, hängt laut Minhard mit dem kurz bevorstehenden Schlussantrag in Luxemburg zusammen. Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) gibt am 3. Juni seine Empfehlung zur Causa AUA ab. "Speed kills", so Minhard dazu, darauf werde er aber nicht aufspringen.

Einen Vergleich, um den Rechtsstreit beizulegen, will Minhard nicht grundsätzlich ausschließen. Einen solchen könnten die Mitarbeiter allerdings nur selbst unterschreiben. Es sei aber auch möglich, dass man die Klagen bis zum Schluss durchziehe, so Minhard gegenüber der APA. Zwei, drei Punkte seien ihm schon aufgefallen, die er sich genauer ansehen müsse. So sehe der KV 1.000 Flugstunden pro Jahr vor, obwohl von der EU nur 900 erlaubt seien, erklärte Minhard im APA-Gespräch. Die Abschlagszahlungen, die die AUA auf den Tisch legte (bis zu 305.000 für Kapitäne, rund 15.000 für Flugbegleiter) nennt der Betriebsratschef "beträchtlich". Er wolle sich von der "vor die Nase gehängten Karotte" aber nicht täuschen lassen.

vida: Erste Eckpfeiler für weitere Verhandlungen

Im heute vom AUA-Management vorgelegten Entwurf für einen neuen Bord-Kollektivvertrag sieht vida-Vorsitzender Gottfried Winkler, erste Eckpfeiler, die als Basis für die noch ausstehenden KV-Verhandlungsrunden dienen könnten.

Die Anfang April mit Betriebsrat Bord und Management intensivierte Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern Gewerkschaft vida und Wirtschaftskammer Österreich sei auf ersten fruchtbaren Boden gestoßen. „Wir prüfen die Vorschläge bereits auf Herz und Nieren, um noch offene Punkte zügig weiterverhandeln zu können“, sagt Winkler.

Es sei jedoch klargestellt, dass seitens der Gewerkschaft mit Sicherheit nichts unterschrieben werde, was gegen nationales Recht oder EU-Vorschriften verstoßen sowie negative sicherheitsrelevante Auswirkungen haben könnte, betont Winkler.   

 

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