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AUA-KV-Verhandlungen

Personal zu Einsparungen bereit - Verhandlungsangebot vorgelegt.

"Das Personal ist bereit, einen Beitrag zu leisten, wenn auch die gesamte AUA einen Beitrag leistet", so Gottfried Winkler, Vorsitzender der Gewerkschaft vida, und Bord-Betriebsratschef Karl Minhard im Rahmen einer Pressekonferenz am 13. Juni 2014. Im Streit um einen neuen Kollektivvertrag für die PilotInnen und FlugbegleiterInnen ist der Betriebsrat des Bordpersonals der Austrian Airlines (AUA) gemeinsam mit der vida mit einem neuen Verhandlungsangebot an die Öffentlichkeit getreten.

Branchen-KV als Ziel

Ziel sei es, die KVs von AUA und Tyrolean in einen gemeinsamen Konzern-KV zusammenzuführen. Der vida-Vorsitzende geht davon aus, dass dieser dann für die AUA auch günstiger ist. Nach diesem Zwischenschritt, der die Beschäftigung und den Standort sichern sowie Ruhe bringen soll, sollte es in der Folge auch zu einem Branchen-KV kommen. Laut Winkler könnten die Sozialpartner auch ohne Einbindung der Unternehmensleitung einen Kollektivvertrag fixieren, dies entspreche aber nicht der österreichischen Sozialpartnerkultur, berichtete die APA.

KV-Nachwirkung für Bordpersonal

Gestärkt sieht sich der Betriebsrat Bord durch die zu erwartende EuGH-Entscheidung, wonach der vom AUA-Vorstand vor zwei Jahren gekündigte Kollektivvertrag (KV) für das AUA-Bordpersonal noch nachwirke. "Der Trick, das Arbeitsrecht auszuhebeln, ist gescheitert", meinte Minhard bei einem Pressegespräch in Wien. Er bezeichnete es als Fehler, dass der Vorstand die Verhandlungen zuletzt abgebrochen habe.

Keine juristischen Abenteuer

Derzeit wird nicht verhandelt. Minhard sieht keinen Grund, diesen Sommer - gemeinsam mit den Sozialpartnern - nicht zu verhandeln. Er warnte AUA-Vorstand Jaan Albrecht davor, sich auf juristische Abenteuer einzulassen. Die AUA dürfe kein Spielball von Konzerninteressen werden. "Wir sind der Testfall für die Lufthansa, wenn wir fallen, fallen auch die Lufthansa-Piloten und -Flugbegleiter", so Minhard.

Personal zu Einsparungen bereit

Die Basis für die neuen KV-Verhandlungen sollen die alten AUA-und Tyrolean-Kollektivverträge vom Mai 2012 bilden. Laut Minhard sei das fliegende Personal der AUA zu weitreichenden Änderungen und Einsparungen bereit. Diese Einsparungen würden jene des behaupteten Betriebsübergangs sogar übersteigen. Minhard sprach heute von Einsparungen im Ausmaß von 20 bis 25 Prozent im Vergleich zum alten KV.

Leistungspensionen in Beitragspensionen überführen

Konkret ist das fliegende AUA-Personal bereit, die Leistungspensionen gegen noch zu verhandelnde Abschlagszahlungen in Beitragspensionen zu überführen, sowie für diverse Maßnahmen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit und zu einer Anpassung der Gehaltstabellen.

Einseitiger Weg des AUA-Vorstandes

Dem AUA-Vorstand wirft Minhard vor, einen willkürlichen Kahlschlag des KV und der Gehälter zu beabsichtigen. Damit die AUA nicht an die Wand gefahren werde, sei nunmehr ein "Plan B" zu entwickeln, von dem AUA-Chef Jaan Albrecht sage, dass er über keinen solchen verfüge. Der einseitige Weg des AUA-Vorstandes könne nicht weiter gehen, es gehe auch um den Wirtschaftsstandort Österreich.

Über 20 Millionen für Berater

Der Vorstand habe in den letzten Jahren über 20 Mio. Euro für Berater ausgegeben, weiters seien mehr als 20 Mio. Euro für die Aufrechterhaltung des Flugbetriebes angefallen, weil es zu wenig Personal und zu wenig motiviertes Personal gebe. Laut APA sieht Minhard bei den Lohnkosten ein Einsparungspotenzial von ein bis zwei Prozentpunkten. Derzeit betrage der Anteil der Lohnkosten des fliegenden Personals am AUA-Umsatz rund sechs Prozent. Die Hälfte davon entfalle auf Piloten.

Details zu den Einsparungsvorschlägen finden Sie im Downloadbereich.

 

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