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Mit Superkräften gegen das Corona-Virus

Protestmarsch für den "Corona-Bonus für alle".

„Der ‚Pöbel‘ wird nicht ruhig sein und es nicht akzeptieren, dass die Regierung den Gesundheits- und Sozialbereich spaltet. Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren“, stellt Kathi im Rahmen des Protestmarschs für den „Corona-Bonus für alle“ klar und konnte sich einen Seitenhieb in Richtung Regierung und diverser veröffentlichter Chats nicht verkneifen. Die Pflegehelferin aus Wien marschierte am Mittwoch an vorderster Front Seite an Seite mit Hunderten weiteren Kolleginnen und Kollegen aus dem Pflege- und Sozialbereich und den GewerkschafterInnen von vida, GPA und younion zu Musik der Rolling Stones. Ziel des Marschs war der Maria-Theresien-Platz, getroffen hatten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Stephansplatz, wo man auch schon mit Transparenten und Tafeln auf den ungerechten Gesetzesentwurf der Regierung hinwies.

+++ BREAKING NEWS +++

Gewerkschaftliches Engagement zahlt sich aus!
Die Regierung nahm am Donnerstag, den 17. Juni 2021, weitere Berufsgruppen in den Gesetzesentwurf auf. Trotzdem will die Regierung Beschäftigten aus dem Rettungs-, Sicherheits- und psychologischen Dienst den Bonus weiterhin nicht gönnen.
Wir kämpfen weiter und fordern einen Corona-Bonus für alle!
Lese >>> hier unsere Presseaussendung dazu. 
 

Ungerechter Gesetzesentwurf

Seit mehr als 15 Monaten kämpfen die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich an vorderster Front gegen die Pandemie. Sie haben oftmals das eigene Leben riskiert, um das anderer zu schützen. Kürzlich verkündete die Regierung endlich den längst überfälligen Corona-Bonus – allerdings nur für eine kleine Gruppe. Teilweise wird jedoch der gleiche Job - aufgrund unterschiedlicher Träger - nicht gleich bewertet. Pflegebeschäftigte in einem öffentlichen Spital beispielsweise erhalten den Bonus, BerufskollegInnen aus einer Privatkrankenanstalt erhalten ihn nicht. Auch ganze Bereiche des Gesundheits- und Sozialbereichs sind ausgenommen – wie etwa Beschäftigte des Rettungs- und Krankentransportdienstes. Wie sie haben auch Beschäftigte aus der Reinigung und dem Sicherheitsdienst in der gegenwärtigen Krise unter hoher Belastung gearbeitet. Im Gesetzesentwurf berücksichtigt werden sie aber nicht. „Wir werden es nicht akzeptieren, dass Bundeskanzler Kurz mit dem Prinzip Teile und Herrsche durchkommt“, machte vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit Mut bei der Abschlusskundgebung am Maria-Theresienplatz.

„Die Kolleginnen und Kollegen haben während der vergangenen 15 Monate das System am Laufen gehalten und jetzt sollen viele davon beim Corona-Bonus durch die Finger schauen!“

Roman Hebenstreit, vida-Vorsitzender

Auch GPA-Vorsitzende Barbara Teiber, die stellvertretende Younion-Vorsitzende Christa Hörmann und ÖGB-Vizepräsidentin Corinna Schumann richteten durchaus scharfe Worte an die Bundesregierung und wurden dafür von Beschäftigten beklatscht.

Am Weg vom Stephansplatz zum Maria-Theresienplatz fielen einem auch so manche wortwitzige Plakate auf – auch abgesehen vom geforderten Corona-Bonus – wie etwa „Bitte Klatschen, wir bekommen keinen Bonus“. Viele Beschäftigte nutzten die Gelegenheit und forderten auch Arbeitszeitverkürzung, bessere Bezahlung und mehr Personal. Das griff auch vida-Chef Hebenstreit auf. „Der Corona-Bonus kann natürlich nur der Anfang sein. Es braucht dringend mehr Personal in den Krankenhäusern und Pflegeheimen“, so der Gewerkschafter. Intensiv-Krankenpfleger Michael unterstrich das beim Marsch durch die Wiener Innenstadt. „Seit Jahren wird nur eingespart. Das kann nicht sein. Es haben sich weder die Kolleginnen und Kollegen verdient, unter solchen Bedingungen zu arbeiten, noch die Patientinnen und Patienten, mit denen wir arbeiten. Es halten keine Dienstpläne und den Job und Familie unter einen Hut zu bringen, ist fast nicht möglich“, so der 53-jährige Steirer, der extra zur Demonstration nach Wien angereist war.

Job als Berufung

Auch Rettungssanitäter Nikolaus ist zornig. „Wir haben uns über Monate hinweg sehr hohem Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Ich denke, es wäre mehr als an der Zeit, einen Corona-Bonus auszuzahlen“, so der junge Mann, der mitten in der Corona-Krise seinen Dienst beim Samariterbund angetreten hatte. Warum er den Job macht? „Es ist wunderschön, Menschen, die Hilfe brauchen, zu helfen. Das ist ein Privileg“, so der St. Pöltener, der die Stimmung beim Protestmarsch „richtig gut findet“. Es sei gut, dass Menschen auf die Straße gehen und sich nicht alles gefallen lassen.

Es wird weiter Superkräfte brauchen

Nach einer halben Stunde ist der Protestzug am Maria-Theresien-Platz angekommen. Arno - er arbeitet in einer Teststraße – hat es gerade noch rechtzeitig geschafft. Auch er ist gekommen, um den Corona-Bonus für alle zu fordern. Ob er sich als Superheld der Krise bezeichnet, so wie es auf einigen Schildern zu lesen ist? „Nein, wir machen alle nur unseren Job, aber die Jobs müssen fair bezahlt werden“, so der – wie passend – Fan der Avengers von Marvel, ein Superhelden-Team, das gegen das Böse kämpft. Sein T-Shirt, das Iron Man, Spiderman und Co. zeigt, ist zufällig gewählt.

Apropos Kämpfen: Die GewerkschafterInnen werden weiterhin nicht nur für den Corona-Bonus kämpfen, sondern auch für mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung. Und die VertreterInnen der Berufsgruppen? „Naja, wir gehen heute noch in den Dienst“, erklären Marco und seine Kollegin Amela – heute und am Wochenende schieben sie Nachdienste im Pflegeheim. Also doch Superhelden oder zumindest KollegInnen mit Superkräften, allerdings nicht so sichtbar wie Iron Man und Black Widow.

Gemeinsam mehr erreichen! 

Egal ob Protestkundgebung  für den Corona-Bonus, Klimastreik oder Demo für einen besseren Lohnabschluss – Solidarität wirkt! Gemeinsam sind wir stärker! Motiviere auch deine KollegInnen dazu, deiner vida beizutreten. Damit tust du nicht nur den anderen etwas Gutes, sondern du stärkst auch dich selbst! >>> MITGLIED WERDEN / MITGLIED WERBEN 

 

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Über uns

Der Fachbereich Gesundheit in der Gewerkschaft vida vertritt eine Vielzahl unterschiedlicher Berufsgruppen, die ein gemeinsames Betätigungsfeld vereint – nämlich das Wohlergehen von Menschen in außergewöhnlichen Lebenssituationen. Hier finden sich sämtliche MitarbeiterInnen von Privatkrankenanstalten und Konfessionellen Einrichtungen Österreichs – von der hochdotierten Primaria bis zur Reinigungskraft. Wir vertreten auch die Beschäftigten der Sozialversicherung. Die MitarbeiterInnen der Bäder und Kuranstalten gehören zu dem vida-Fachbereich sowie ArbeiterInnen in Sauna-, Solarien- und Bäderbetrieben, HeilmasseurInnen und die medizinischen MasseurInnen in selbständigen Ambulatorien für physikalische Behandlungen, sofern es sich nicht um Angestellte oder Beschäftigte in Arztpraxen und Spitälern handelt. Dabei engagieren wir uns für faire Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne. Sie sind unabdingbare Voraussetzungen für ein Mehr an Lebensqualität.

Fachbereichsvorsitzender: Gerald Mjka
Fachbereichssekretärin: Farije Selimi