Um dir bestmögliches Service zu bieten, speichert vida.at Informationen über deinen Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Mehr Infos
vida

KV Privatkrankenanstalten

Für Beschäftige heißt es weiter "Bitte warten".

Gerald Mjka, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Gesundheit, wundert sich weiter über die Vorgehensweise der Arbeitgeber in Sachen KV-Verhandlungen der Privatkrankenanstalten. Die Verhandlungen wurden nämlich abgebrochen und ein Termin zur Wiederaufnahme lässt auf sich warten. 

Unfaire Verzögerungstaktik 

„Im Gegensatz zu den Ordensspitälern und den öffentlichen Spitälern ist in den Privatspitälern für 2020 noch kein Kollektivvertrag abgeschlossen worden. Das ist für die Kolleginnen und Kollegen einer systemrelevanten Branche besonders bitter“, sagt der vida-Gewerkschafter. Die Verhandlungen wurden im März einseitig auf Herbst verschoben. „Die Arbeitgeber haben diesen Schritt uns gegenüber damit erklärt, dass sie noch einen zweiten Blick auf die Corona benötigen, um ordentlich verhandeln zu können.“ Aus Sicht der vida habe es keinen Grund gegeben, die Verhandlungen überhaupt abzubrechen.

"Bitte warten" für Corona-HeldInnen

„Für uns ist das Verzögerungstaktik und der Hintergedanke, Geld einsparen zu können“, so Mjka. Weder die Gelder aus dem Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds noch die Hilfsgelder der Pensionsversicherung für Reha-Betriebe oder die Kurzarbeitsgelder wurden ausgesetzt. Darüber hinaus sind die KV-Verhandlungen 2020 auf Basis der Wirtschaftsdaten 2019.

"Alle anderen branchenähnlichen Arbeitgeber haben Kollektivverträge zusammengebracht. Das ist absolut unverständlich.“

Gerald Mjka, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Gesundheit  

Gelder fließen, jedoch nicht zu den MitarbeiterInnen

Was dem Fass den Boden ausschlägt, ist laut Mjka die Tatsache, dass Steuer und Sozialversicherungs-Gelder in die Privatspitäler fließen und nichts bei den Beschäftigten ankommt. „Der Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (PRIKRAF) hat keinerlei versorgungspolitische Wirksamkeit für den Großteil unserer Mitglieder und die Versicherten der Sozialversicherung. Und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verwehrt man offensichtlich auch ihren Teil vom Kuchen. Wenn schon öffentliche Gelder nur den Privatpatientinnen und -patienten zu Gute kommen, sollte das Geld nicht nur in den Dividenden verschwinden, sondern sich zumindest auch in den Gehältern widerspiegeln. Wir fordern daher die sofortige Wiederaufnahme der KV-Verhandlungen.“

Österreichweite Aktionen 

Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, finden seit dieser Woche Aktionen vor Privatkrankenanstalten in ganz Österreich statt. „Wir informieren die Beschäftigten vor den Häusern über die Aussetzung der KV-Verhandlungen, über die großen Unterschiede der Gehälter in Ordens- und Privathäusern sowie über Finanzierung aus öffentlicher Hand und das Vergessen auf die Mitarbeiter“, so Mjka. 

Weitere Termine (jeweils zwischen 6 und 9:30 Uhr):

18. Juni vor dem Rudolfinerhaus
19. Juni vor dem Klinikum Malcherhof Baden
22. Juni vor der Privatklinik Josefstadt
23. Juni vor dem Anton-Proksch-Institut

24. Juni vor den PSZ Eggenburg und Gars
25. Juni vor dem Evangelischen Krankenhaus
26. Juni vor dem Privatkrankenhaus Graz Ragnitz

 

 

Artikel weiterempfehlen

Für dich da! Gewerkschaft vida Fachbereich Gesundheit Johann-Böhm-Platz 1
1020 Wien
+43 (0) 1 534 44 79 620 +43 (0) 1 534 44 102 410 gesundheit@vida.at
Über uns

Der Fachbereich Gesundheit in der Gewerkschaft vida vertritt eine Vielzahl unterschiedlicher Berufsgruppen, die ein gemeinsames Betätigungsfeld vereint – nämlich das Wohlergehen von Menschen in außergewöhnlichen Lebenssituationen. Hier finden sich sämtliche MitarbeiterInnen von Privatkrankenanstalten und Konfessionellen Einrichtungen Österreichs – von der hochdotierten Primaria bis zur Reinigungskraft. Wir vertreten auch die Beschäftigten der Sozialversicherung. Die MitarbeiterInnen der Bäder und Kuranstalten gehören zu dem vida-Fachbereich sowie ArbeiterInnen in Sauna-, Solarien- und Bäderbetrieben, HeilmasseurInnen und die medizinischen MasseurInnen in selbständigen Ambulatorien für physikalische Behandlungen, sofern es sich nicht um Angestellte oder Beschäftigte in Arztpraxen und Spitälern handelt. Dabei engagieren wir uns für faire Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne. Sie sind unabdingbare Voraussetzungen für ein Mehr an Lebensqualität.

Fachbereichsvorsitzender: Gerald Mjka
Fachbereichssekretärin: Farije Selimi