Erfolgreicher Bahnrettungsdienst

Tiroler Mittenwaldbahn und Arbeitsplätze geschützt!

Zahlreiche betroffene KollegInnen und Mitglieder der Gewerkschaft vida Tirol protestierten gemeinsam mit vida-Bundesvorsitzendem Roman Hebenstreit am 20. Oktober 2021 am Innsbrucker Hauptbahnhof gegen die EU-weite Ausschreibung der Mittenwaldbahn und informierten die Fahrgäste über diesen bisher geheim gehaltenen Plan der Tiroler Landesregierung. Am Gleis der betroffenen Schnellbahnlinie S6 wurde vor einem Zug symbolisch ein Zelt des „Bahnrettungsdienstes“ der vida zum Schutz unserer Rot-Weiß-Roten Bahnen aufgebaut.

Ministerium lenkte ein

Und das mit großem Erfolg: Das Klimaschutzministerium hat noch am selben Tag in unserem Sinne entschieden, dass der österreichische Abschnitt der Mittenwaldbahn nicht ausgeschrieben, sondern wie bisher als Kooperationsverkehr (ÖBB und Deutsche Bahn) betrieben wird – unsere österreichischen Bahnarbeitsplätze sind geschützt!

Keine Qualitätseinbußen

Der Verkehrsverbund Tirol plante bis vor kurzem, den Betrieb des österreichischen Abschnittes der Mittenwaldbahn von Innsbruck nach Scharnitz im Rahmen des grenzüberschreitenden Netzes „Werdenfels 2026+“ durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) europaweit ausschreiben zu lassen. Wie aus zahlreichen Beispielen und Studien aus Europa und der ganzen Welt bekannt ist, sind die Folgen solcher Ausschreibungen Angebotsverschlechterungen, Einbußen bei der Qualität und Sicherheit, teurere Ticketpreise sowie der Verlust von Tausenden regionalen Arbeitsplätzen. Die Rechnung, dass Wettbewerb verbunden mit nach unten geschraubten Kosten zu einem besseren und günstigeren Angebot für die Kunden führt, ist noch nie aufgegangen.

Mit der Direktvergabe zum Bahnland Nr. 1

Die seit Jahrzehnten in Österreich bewährte Direktvergabe von Schienenpersonenverkehren an unsere heimischen Bahnen hingegen hat Österreich zum Bahnland Nr. 1 in der EU gemacht. Die Ausschreibung wäre ein Systembruch und hätte das gut funktionierende Bahnsystem in Österreich bedroht und tausende Arbeitsplätze in Gefahr gebracht. Unser Zusammenhalt hat sich ausgezahlt – unser Protest für die Rettung der Rot-Weiß-Roten Bahnen hat sich ausgezahlt!

Gemeinsam stark

Du bist noch nicht vida-Mitglied? Dann wird es Zeit dafür! Je mehr wir sind, umso stärker sind wir. Tritt unserer Gewerkschaftsbewegung bei. Melde dich gleich jetzt einfach online an!

Für dich da! Gewerkschaft vida Fachbereich Eisenbahn Johann-Böhm-Platz 1
1020 Wien
+43 (0) 1 534 44 79 590 +43 (0) 1 534 44 102 530 eisenbahn@vida.at
Über uns

Der Fachbereich Eisenbahn in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen aller ArbeitnehmerInnen der österreichischen Eisenbahnverkehrs- und Seilbahnunternehmungen. Er vereint Kolleginnen und Kollegen in den unterschiedlichsten Berufen, welche in der Schieneninfrastruktur, der Traktion, den Werkstätten, im Personen- und Güterverkehr oder im Bereich Managementservices beschäftigt sind. Damit die Beschäftigten ihre Arbeit unter guten und sicheren Bedingungen erbringen können, gestaltet vida aktiv mit. Die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze gehören genauso zu unseren Zielen wie zukunftsorientierte Einkommen und moderne, sichere und altersgerechte Arbeitsplätze. Nationale und internationale Vernetzung, Lobbying und kompetente Grundlagenarbeit zählen zu unseren täglichen Aufgaben. Darüber hinaus machen wir uns für den Schutz und Ausbau der Daseinsvorsorge im Verkehr stark. Denn ein Aushungern des Öffentlichen Verkehrs kostet nicht nur hunderttausenden ÖsterreicherInnen ihre Mobilität und Chancen, sondern auch tausenden unserer MitarbeiterInnen ihren Arbeitsplatz.

Fachbereichsvorsitzender: Günter Blumthaler
FachbereichssekretärInnen: Sabine Stelczenmayr, Robert Hofmann, Özlem Cizek
Betreuung Seilbahnen: Kajetan Uriach