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KV Eisenbahn

Fahrplan zur Beschäftigungsgarantie

Der KV-Abschluss 2019 im Eisenbahnsektor liegt nun schon einige Monate zurück. Damals konnten wir Gehaltserhöhungen in der Höhe von 2,6 Prozent erreichen. Die Teuerungsrate ist seither stetig gesunken. Zuletzt lag sie im Oktober bei 1,1 Prozentpunkten. Hier nochmals der Überblick auf die ausverhandelten rahmenrechtlichen Änderungen 2019. Ein Punkt blieb bei den Verhandlungen jedoch noch offen, die sogenannte Beschäftigungsgarantie.

Spezieller Schutz für spezielle Tätigkeiten

Der Eisenbahnsektor hat viele Berufsfelder, die einer Spezialisierung bedürfen aber für die so gut wie keine Betätigungsfelder auf dem Arbeitsmarkt außerhalb des Eisenbahnsektors bestehen. Was passiert z. B. mit einer Fahrdienstleiterin oder einem Triebfahrzeugführer, wenn sie aufgrund von gesundheitlichen Voraussetzungen den erlernten Beruf nicht mehr ausüben können?

Diese KollegInnen brauchen daher einen speziellen Schutz, da sie sich nur für die Eisenbahnbranche und ihre Unternehmen beruflich speziell qualifizieren mussten. Daher war einer unserer diesjährigen Forderungspunkte bei den KV-Verhandlungen die sogenannte Beschäftigungsgarantie.

Arbeitgeber stimmen sich ab

Der erste Abstimmungstermin mit der Wirtschaftskammer (WKÖ) war Ende Oktober. Begleitet wurde dieser Termin durch einen Experten aus dem Sektor der betrieblichen Wiedereingliederung. Der Schwerpunkt lag hierbei auf eine Analyse der kollektivvertraglichen Umsetzungsvarianten eines speziellen Schutzes für Eisenbahnbeschäftigte aus anderen EU-Ländern.

Während der Abstimmungsrunde wurde versucht, Einigungen über Eckpfeiler zu erzielen, um dann in weiterer Folge die Details abstimmen zu können. Am Ende dieser Runde wurde uns angekündigt, dass die Arbeitgeberseite eine interne, branchenweite Abstimmung Anfang Dezember einberufen werde, um die gewonnen Erkenntnisse zu diskutieren.

Vorschlag für Jänner 2020 erwartet

Nach dieser internen WKÖ-Abstimmung wurde uns zugesagt, dass wir im Januar 2020 einen fertigen Vorschlag für die Beschäftigungsgarantie erhalten werden. Für das vida-Kollektivvertragsteam steht fest, dass wir auf eine Umsetzung im ersten Quartal 2020 - somit vor den Gehaltsverhandlungen 2020 - bestehen werden.

Wir begrüßen die Anstrengungen unseres Sozialpartners, denn unsere KollegInnen haben sich hier eine entsprechende und gut Umsetzung im KV mehr als verdient. Wir sind nicht umsonst zum fünften Mal in Folge zum Bahnfahrerland Nummer Eins in der EU geworden. Die Beschäftigten stemmen hier einen Großteil der Last. Wer unverschuldet für den Betriebsdienst untauglich wird, muss durch diese erwartete neue Reglung zukünftig aufgefangen werden!  

 

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Der Fachbereich Eisenbahn in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen aller ArbeitnehmerInnen der österreichischen Eisenbahnverkehrs- und Seilbahnunternehmungen. Er vereint Kolleginnen und Kollegen in den unterschiedlichsten Berufen, welche in der Schieneninfrastruktur, der Traktion, den Werkstätten, im Personen- und Güterverkehr oder im Bereich Managementservices beschäftigt sind. Damit die Beschäftigten ihre Arbeit unter guten und sicheren Bedingungen erbringen können, gestaltet vida aktiv mit. Die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze gehören genauso zu unseren Zielen wie zukunftsorientierte Einkommen und moderne, sichere und altersgerechte Arbeitsplätze. Nationale und internationale Vernetzung, Lobbying und kompetente Grundlagenarbeit zählen zu unseren täglichen Aufgaben. Darüber hinaus machen wir uns für den Schutz und Ausbau der Daseinsvorsorge im Verkehr stark. Denn ein Aushungern des Öffentlichen Verkehrs kostet nicht nur hunderttausenden ÖsterreicherInnen ihre Mobilität und Chancen, sondern auch tausenden unserer MitarbeiterInnen ihren Arbeitsplatz.

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