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Bahn-Power: Neun kampferprobte Frauen begleiten den obersten Bahngewerkschafter der Schweiz und der EU im Kampf für Gleichstellung in den europäischen Eisenbahnunternehmen.
Bahn-Power: Neun kampferprobte Frauen begleiten den obersten Bahngewerkschafter der Schweiz und der EU im Kampf für Gleichstellung in den europäischen Eisenbahnunternehmen.

Eisenbahnen

EU-Sozialpartner verhandeln über Frauenförderung.

Die Gemeinschaft der Europäischen Eisenbahn- und Infrastrukturunternehmen (CER), die Arbeitgebervertretung im Eisenbahnsektor, und die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF) für die ArbeitnehmerInnenseite haben auf EU-Ebene neue Sozialpartnerverhandlungen aufgenommen. Ziel ist es, Maßnahmen zu verhandeln, die Beschäftigung von Frauen bei den Eisenbahnen fördern.

Nur 20 Prozent Frauenanteil

Frauen machen derzeit weniger als 20 Prozent der Eisenbahnbeschäftigten aus und liegen damit weit unter der gesamtwirtschaftlichen Frauenbeschäftigungsquote (46 Prozent). In einige Eisenbahnberufen liegt dieser Wert sogar darunter.

Vielfalt fördern

Nach Ansicht der Eisenbahnunternehmen und der Gewerkschaften muss dieses Ungleichgewicht in Richtung mehr Frauenbeschäftigung ausbalanciert werden. Frauen können auch in den Eisenbahnberufen wertvolle Beiträge leisten. Die Vielfalt am Arbeitsplatz müsse daher gefördert werden, damit nicht zuletzt auch der Eisenbahnsektor in Zukunft näher dem durchgemischten gesamtgesellschaftlichen Bild entspricht. Und nicht zuletzt suchen die Eisenbahnunternehmen massiv neues Personal. Alleine die ÖBB brauchen in den kommenden Jahren einige Tausend neue MitarbeiterInnen.

„Der einzige Weg in die Zukunft besteht darin, Chancengleichheit und gute Arbeitsbedingungen zu gewährleisten, um Frauen für die Ausübung von Eisenbahnberufen zu gewinnen.“

Sabine Trier, stellvertretende ETF-Generalsekretärin

vida: Hürden beseitigen

So hat auch die vida in diesem Zusammenhang bereits darauf aufmerksam gemacht, dass Hürden für Frauen etwa fehlende sanitäre Anlagen oder passende Arbeitsbekleidung aber auch fehlenden Beschäftigungsmöglichkeiten für schwangere Frauen im ausführenden Betriebsdienst sind. Aber auch Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit im Dienst oder zum Ausbau der Kinderbetreuungsangebote müssen ausgearbeitet werden.   

Unverzichtbare Talente

"Die demografische Situation in den Eisenbahnunternehmen in ganz Europa erlaubt es dem Eisenbahnsektor nicht mehr, auf die Fähigkeiten, Fertigkeiten und Talente von Frauen zu verzichten. Der Europäische Sozialdialog ist der richtige Ort für Verhandlungen über wirksame Maßnahmen, mit denen Frauen für alle Berufsgruppen des Eisenbahnsektors gewonnen werden sollen", so Gewerkschafter Giorgio Tuti, Präsident des sektoralen Sozialdialogs der EU für Eisenbahnen.  

Sektor attraktiver machen

Ähnlich sieht das der Vizepräsident des sektoralen Sozialdialogs der EU für Eisenbahnen, Matthias Rohrmann: "Die Vielfalt und insbesondere die Förderung der Beschäftigung von Frauen ist ein wichtiges Anliegen der Eisenbahnunternehmen. Die geplante Vereinbarung der Sozialpartner CER und ETF kann die Entwicklung positiver Maßnahmen der Unternehmen unterstützen, ihr Engagement deutlicher sichtbar machen und damit den Sektor für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch attraktiver gestalten."

 

ETF & CER

Die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF) vertritt 5 Millionen TransportarbeiterInnen aus mehr als 200 Gewerkschaften. Weitere Informationen unter www.etf-europe.org oder folge @ETF_Europe auf Twitter.

Die CER ist Gemeinschaft der Europäischen Eisenbahn- und Infrastrukturgesellschaften. Weitere Informationen unter www.cer.be oder @CER_railways auf Twitter.

 

 

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