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Betriebsrat ohne Grenzen

Länderübergreifender Einsatz für die Rechte der ArbeitnehmerInnen.

EVN hat einen, voestalpine hat einen und die ÖBB haben auch einen: EBR. Das steht für Europäischer Betriebsrat. Die Europäische Union hat 1994 eine Richtlinie zum Schutz der Interessen von ArbeitnehmerInnen in europaweit tätigen Unternehmen verabschiedet und damit grünes Licht für den Europäischen Betriebsrat gegeben. 

GUT ZU WISSEN
Die Richtlinie 2009/38/EG betrifft grenzübergreifend tätige Unternehmen mit über 1.000 Beschäftigten, die an mindestens zwei Standorten in mehreren europäischen  Ländern mehr als 150 Beschäftigte haben.

Alles auf Schiene

„In den letzten Jahren ist die ÖBB stark gewachsen, auch über die Landesgrenzen hinaus. Nach dem Kauf der ungarischen Güterbahn, der MÁV Cargo, wurde 2011 eine Vereinbarung über die Errichtung eines Europäischen Betriebsrates in den ÖBB unterzeichnet“, erinnert sich der Stellv. Vorsitzende im EBR und Zentralbetriebsrat der ÖBB Produktion, Gerhard Tauchner, zurück. Derzeit besteht das EBR-Gremium aus 12 Mitgliedern: neun aus Österreich, zwei aus Ungarn und einem Vertreter aus Tschechien. In Kürze kommt jeweils ein Mitglied aus Deutschland und Rumänien dazu.

Wissen, wohin die Reise geht

Bevor das Konzernmanagement Entscheidungen fällt, die Auswirkungen auf die Interessen der Beschäftigten in den jeweiligen Ländern haben, muss der EBR informiert und angehört werden. Das Management ist verpflichtet, einen Bericht über die aktuelle wirtschaftliche Situation und Entwicklungen zu geben.

Erfolgreich unterwegs

Ein Blick zurück zeigt, dass sich grenzüberschreitender BR-Einsatz lohnt: „Nach dem Erwerb der MÁV Cargo kam es zu einem massiven Personalabbau. Auf Initiative des EBR wurde die Restrukturierung gestoppt und eine Vereinbarung über eine mehrjährige Beschäftigungsgarantie getroffen. Damit wurden Hunderte Arbeitsplätze gesichert“, so Karin Scheiblehner, EBR-Mitglied. Ein großes Thema sind auch Auslagerungen in Billiglohnländer, ergänzt Gerhard Tauchner: „Bei den Werkstätten wurden immer wieder Arbeiten ausgelagert. Damit gingen Arbeitsplätze verloren und die Qualität hat gelitten, Schließungen standen im Raum, hunderte Beschäftigte wären davon betroffen gewesen. Durch Verhandlungen der Betriebsräte konnten die ÖBB-Werkstätten nicht nur erhalten werden. Es wurde auch wieder in die Standorte investiert.“ Im EBR kämpfen die nationalen Betriebsräte gemeinsam um faire Löhne und gute Arbeitszeiten. 

„Bei einem slowenischen Töchterunternehmen im Güterbereich ist es uns gelungen, dass alle Verhandlungspartner an einen Tisch kommen, um über faire Arbeitsbedingungen für das Fahrpersonal zu verhandeln. Alle Beschäftigte im Konzern – ob in Österreich, der Slowenien oder in Ungarn – haben sich eine gerechte Entlohnung und gesunde Arbeitszeiten verdient. Dafür setzen wir uns als Europäischer Betriebsrat über Grenzen hinaus ein – heute und auch in Zukunft!“

Gerhard Tauchner, Europäischer Betriebsrat

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Deine vida berät und unterstützt bei der Gründung eines EBR.
Infos und Kontakt www.vida.at/internationales

 

 

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Der Fachbereich Eisenbahn in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen aller ArbeitnehmerInnen der österreichischen Eisenbahnverkehrs- und Seilbahnunternehmungen. Er vereint Kolleginnen und Kollegen in den unterschiedlichsten Berufen, welche in der Schieneninfrastruktur, der Traktion, den Werkstätten, im Personen- und Güterverkehr oder im Bereich Managementservices beschäftigt sind. Damit die Beschäftigten ihre Arbeit unter guten und sicheren Bedingungen erbringen können, gestaltet vida aktiv mit. Die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze gehören genauso zu unseren Zielen wie zukunftsorientierte Einkommen und moderne, sichere und altersgerechte Arbeitsplätze. Nationale und internationale Vernetzung, Lobbying und kompetente Grundlagenarbeit zählen zu unseren täglichen Aufgaben. Darüber hinaus machen wir uns für den Schutz und Ausbau der Daseinsvorsorge im Verkehr stark. Denn ein Aushungern des Öffentlichen Verkehrs kostet nicht nur hunderttausenden ÖsterreicherInnen ihre Mobilität und Chancen, sondern auch tausenden unserer MitarbeiterInnen ihren Arbeitsplatz.

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