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Billiglösungen lassen Schulkinder leiden

Bus-Misere ist für vida-Landesvorsitzenden Helmut Woisetschläger hausgemacht.

„Dass man eine Woche vor Schulbeginn draufkommt, dass Schulbusse nicht fahren werden, ist eigentlich unglaublich“, kann der Landesvorsitzende der Gewerkschaft vida, Helmut Woisetschläger, über entsprechende Medienberichte nur den Kopf schütteln. Ein weiteres Mal zeigt sich, dass der öffentliche Verkehr ganz offensichtlich nicht jenen Stellenwert genießt, der in Sonntagsreden von Landes- und Bundesregierung immer wieder betont wird. 

Hinter der Aussage, dass Anbieter abgesprungen seien, vermutet Woisetschläger ein Problem, auf das die Gewerkschaft vida seit Jahren hinweist: „In Ausschreibungen für öffentlichen Verkehr kommen die Billigstbieter zum Zug und nicht die Bestbieter bzw. definiert das Land zu wenig, was ein geeignetes Busunternehmen leisten muss. Darunter leidet die Qualität. Ausbaden müssen das auf der einen Seite die Beschäftigten und auf der anderen Seite die Kunden. Beide Seiten müssen sich darauf verlassen können, dass mit ihren Steuerbeiträgen auf die Arbeits- und Einkommensbedingungen des Personals sowie auf die Qualität des Verkehrs für die Fahrgäste geachtet wird. Diesmal trifft die Sparwut der Politik die Kinder und deren Eltern. Das Land hat eine Mobilitätsverpflichtung gegenüber der Bevölkerung – gerade in Zeiten von hohen Spritpreisen und Klimazielen.“ 

Es sei, so Woisetschläger, gut, wenn eine Lösung mit dem OÖVV angestrebt werde. Dass man dieses Problem allerdings nicht früher erkannt hat, sei für die oberösterreichische Verkehrspolitik kein Ruhmesblatt. „Ich hoffe, dass die Politik nun endlich aufwacht und strenge Knock-out-Kriterien für Anbieter und das Bestbieterprinzip umsetzt. Nur dieses bringt für die Beschäftigten auch gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung. Dann wird man auch genügend Personal zur Verfügung haben, um die Versorgungssicherheit mit öffentlichem Verkehr gewährleisten zu können“, sagt der vida-Landesvorsitzende.

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