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Friseurin kämpft für ihre MitarbeiterInnen

Mit Kurzarbeit durch die Corona-Krise.

Das Coronavirus hat auch unsere Arbeitswelt mit voller Wucht getroffen. Innerhalb weniger Stunden hat sich für hunderttausende ArbeitnehmerInnen so gut wie alles verändert. Aber nicht nur für sie – auch tausende UnternehmerInnen stehen vor Situationen, die vor wenigen Wochen wohl noch undenkbar gewesen wären.

Eine der Betroffenen ist Katharina Strassl. Die Friseurin beschäftigt in ihren drei Geschäften „Intercoiffeur KATHARINA Strassl“ über 40 ArbeitnehmerInnen. Für Katharina war es überhaupt keine Frage, dass sie ihr Team für das neue Corona-Kurzarbeitsmodell anmeldet: „Auch bei meinen Leuten hat sich Panik breitgemacht, als von Komplettsperren die Rede war!", so Strassl.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass es unser Job als UnternehmerInnen ist, die MitarbeiterInnen zu beruhigen und zu schauen, dass die Arbeitsplätze sicher sind.“

Katharina Strassl, Friseurin und Arbeitgeberin

Corona-Kurzarbeit statt Kündigung

Die Friseurin erzählt, dass „sich nicht nur unter meinen Leuten, sondern auch unter vielen anderen UnternehmerInnen Panik breitgemacht hat, als die Komplettsperren der Friseurbetriebe Wirklichkeit wurde. Ich habe versucht, auf sie einzuwirken und sie davon zu überzeugen, dass Massenkündigungen aller MitarbeiterInnen der völlig falsche Weg ist und sie auf das Kurzarbeitsmodell zurückgreifen sollen“. Sie weist darauf hin, dass „es auch nach heutigem Stand möglich ist, dass Betriebe rückwirkend bereits ab 01. März 2020 einreichen können und so kein Geld verlieren. Wichtig ist auch, dass sich die Sozialpartner gerade dafür einsetzen, dass auch Lehrlinge erfasst werden!“

Unsicherheit als Kündigungsmotor

Viele andere UnternehmerInnen sehen das aber leider nicht so und haben ihre Leute von heute auf morgen auf die Straße gesetzt. „Hier wurden aber auch viele Fehler von Seiten der Regierung gemacht. Im Internet wurde nicht optimal informiert. Viele Firmen und Betriebe wollten sich daher mit Kündigungen so schnell als möglich freispielen. Mit besseren Infos und besseren Angeboten zu Beginn der Krise hätte man das verhindern können“, ist Katharina überzeugt.

Schutz der MitarbeiterInnen oberstes Gebot

Mit ihren Beschäftigten ist Katharina natürlich auch jetzt in Kontakt. Und zwar über eine eigene MitarbeiterInnen-Facebookseite. Der Ausnahmezustand für ihre Branche „dürfte wohl noch bis nach Ostern andauern“, schätzt sie. Dann können Katharina und ihr Team hoffentlich wieder durchstarten. Bis dahin ist ihr ganz wichtig, dass alle gut versorgt sind: „Ich habe viele Lehrlinge aber auch junge Mütter in meiner Mannschaft. Der Schutz meiner Beschäftigten ist meine größte Pflicht. Sie sind mein größtes Gut“.

  

Hat sich auch dein Betrieb für Corona-Kurzarbeit entschieden oder bist du ein Unternehmer, der Corona-Kurzarbeit für seine MitarbeiterInnen in die Wege geleitet hat? Dann melde dich bei uns (presse@vida.at) – wir wollen auch deine Geschichte erzählen! 

 

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