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vida Magazin 5/2009

Kennst du deinen Kollektivvertrag?

Was bringt der Kollektivvertrag? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns in der September-Ausgabe der vida-Zeitschrift. Denn nur wer seinen KV genau kennt, kann auch seine Rechte einfordern. Was sind die größten KV-Irrtümer? Wie laufen KV-Verhandlungen ab? Wie gelingt es, Verbesserungen für die ArbeitnehmerInnen durchzusetzen? Und vieles mehr lesen vida-Mitglieder in der aktuellen vida-Zeitschrift.

Hier der Kommentar vom vida-Vorsitzenden Rudolf Kaske zum Thema:

Kennen Sie Ihren Kollektivvertrag?

Den Begriff Kollektivvertrag bringen viele ArbeitnehmerInnen bestenfalls mit der jährlichen Lohn- bzw. Gehaltserhöhung in Verbindung. Dabei ist der "KV", wie er im Fachjargon oft genannt wird, für vieles im Arbeitsleben ausschlaggebend. Sie wollen übersiedeln? Ob bzw. wieviele bezahlte freie Tage Ihnen dafür zustehen, das regelt Ihr KV. Im KV ist die Arbeitszeit geregelt, der KV sichert Ihnen Freizeittage bei wichtigen privaten Ereignissen, er enthält Schutzbestimmungen für den Fall der Kündigung. Und natürlich sind auch Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie die Mindesthöhe von Löhnen und Gehältern sowie diversen Zulagen im KV geregelt. Nur wer seinen Kollektivvertrag kennt, kann auch seine Rechte einfordern. Informieren Sie sich deshalb genau über Ihren KV!

Schwer erkämpft

1896 wurde erstmals in Österreich ein Kollektivvertrag abgeschlossen, bis zu Beginn des ersten Weltkriegs hatten die Gewerkschaften bereits 500 Kollektivverträge mit der Arbeitgeberseite ausgehandelt. Aktuell sind mehr als 700 unterschiedliche KVs in Österreich in Kraft. In den Schoß gefallen sind die Kollektivverträge den ArbeitnehmerInnen nicht. Sie wurden durch den geballten Druck der ArbeitnehmerInnenschaft erreicht.

Viel zu tun

Die KV-Verhandlungen für 2010, die in den nächsten Monaten bevorstehen, dürften nicht einfach werden - Forderungen aus Politik und Wirtschaft nach einer Nulllohnrunde sind das falsche Signal. Für neue Branchen müssen neue Kollektivverträge ausverhandelt werden - vida verhandelt aktuell einen KV für die Beschäftigten in privaten Kur-und Rehabzentren. Auch die Tricks mancher Arbeitgeber, durch Auslagerungen und Scheinselbstständigkeit aus den Kollektivverträgen zu fliehen, erfordern den Einsatz der Gewerkschaft.

Wie geht‘s weiter?

Wie sich die Kollektivverträge in Zukunft entwickeln, hängt ganz wesentlich auch von Ihnen ab. Denn nach wie vor gilt: Je mehr Beschäftigte einer Branche bei der Gewerkschaft sind, umso mehr kann die Gewerkschaft bei den KV-Verhandlungen für die ArbeitnehmerInnen "rausholen." Wer KollegInnen im Betrieb dazu motiviert, der Gewerkschaft beizutreten, tut nicht nur den anderen was Gutes, sondern stärkt sich auch selbst.

Deine Meinung ist uns wichtig.

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