Vorarlberg

"Wir sind Feuer und Flamme"

Gewerkschaften fordern: Schluss mit den Missständen in den Kindergärten und Hortgruppen.

„Wir sind heute Feuer und Flamme, denn die KollegInnen brennen für ihren Job, und wir werden alles tun, damit sie nicht ausbrennen.“

Mit dieser klaren Ansage richtete sich ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende Korinna Schumann - am Tag der Elementarpädagogik am 24. Jänner - am Ballhausplatz in Wien Richtung Politik. Zum Aktionstag hatten der ÖGB und die Gewerkschaften younion _ Die Daseinsgewerkschaft, vida und GPA aufgerufen. Gemeinsam bildeten sie im öffentlichen Raum ein Herz aus Fackeln. Auch in anderen Bundesländern fanden Aktionen statt, um Seite an Seite mit den Beschäftigten und BetriebsrätInnen auf die Missstände in der Elementarpädagogik aufmerksam zu machen.

Regierung unter Zugzwang

Die Beschäftigten in Kleinkindergruppen, Kindergärten und Horten bleiben immer noch ungehört. „Am Tag der Elementarpädagogik können wir sagen, dass sich leider immer noch nichts geändert hat“, kritisiert Korinna Schumann „Dieser festgefahrene Zustand muss endlich aufhören.“ Die Elementarpädagogik sei von der Regierung immer schon vergessen worden, so die Gewerkschafterin. „Hier ist der Bund gefordert, endlich Verantwortung zu übernehmen.“ Auch die Vorsitzende des Fachbereichs Soziale Dienste in der Gewerkschaft vida, Sylvia Gassner, richtet einen Appell an die Bundesregierung:

„Wir brauchen mehr Personal! Und das bekommen wir nur durch verbesserte Arbeitsbedingungen und eine Ausbildungsoffensive in ganz Österreich.“

Sylvia Gassner, Vorsitzende vida-Fachbereich Soziale Dienste

   

Mehr Personal und mehr Schutz

Auch sollten alle Beschäftigten und allen geführten Gruppenformen gezielt angesprochen und berücksichtigt werden, fordert Karin Samer von der GPA, die als Betriebsratsvorsitzende der Kinderfreunde Wien tätig ist.  „Schon vor Corona waren wir in einer schwierigen Situation, die Pandemie hat die Lage noch einmal verschärft: Es fehlt an Personal und Geld für alle Berufsgruppen und alle geführten Gruppenformen, wir haben immer noch keine einheitliche Teststrategie für Kinder. Die KollegInnen, die Kinder und deren Eltern haben ein Recht auf ein sicheres Umfeld. Zusätzlich müssen Kleinkindergruppen, Horte und Kindergärten bessere Bedingungen bieten, beispielsweise braucht es kleinere Gruppen und mehr Personal, das gleichzeitig anwesend sein kann”, so Samer.

Der Beruf muss wieder attraktiver werden – nicht nur mit Hilfe einer Ausbildungsoffensive und verbesserten Arbeitsbedingungen, sondern auch das gesellschaftliche Bild müsse sich ändern, sagt Judith Hintermeier, Elementarpädagogin und Bundesfrauenreferentin der younion _ Die Daseinsgewerkschaft. „Der Kindergarten ist keine Aufbewahrungsstätte, sondern die erste Bildungseinrichtung im Leben eines Menschen. Das muss endlich in die Köpfe der Gesellschaft und der Politik“, unterstreicht Hintermeier abschließend.  

Gemeinsam stark

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