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Das war 2013
Eine Erfolgsbilanz aus Sicht der Gewerkschaft vida.

Wir geben dir hier einen kurzen Überblick über Erfolge, die vida im Jahr 2013 für die Beschäftigten erreichte.

Arbeitszeitverkürzung im Eisenbahnbereich

Die Senkung der Wochenarbeitszeit von 40 auf 38,5 Stunden für rund 31.500 MitarbeiterInnen der ÖBB-Konzerngesellschaften am 1. Juli 2013 war eine der größten Umstellungen seit der Inkraftsetzung des Arbeitszeit- und Arbeitsruhegesetzes im Jahr 2005. Den Beschäftigten bringt das mehr Freizeit und Arbeitsplatzsicherheit. 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze werden geschaffen, bestehende abgesichert. Zudem ist die Arbeitszeitverkürzung ein Ausgleich für die Verschlechterungen durch die Pensionsreformen der letzten Jahre.

Eisenbahn-Eignungs- und Prüfungsverordnung als "Meilenstein" für die Beschäftigten

Die Eisenbahn-Eignungs- und Prüfungsverordnung stellt einen Meilenstein für die Beschäftigten im Eisenbahnsektor dar. Mit der Verordnung, die am 1. Juli 2013 in Kraft trat, ist sichergestellt, dass EisenbahnerInnen, die sicherheitsrelevante Tätigkeiten ausüben, eine einheitliche Ausbildung nach klar definierten Regeln erhalten.

Wie geht’s den Beschäftigten im Hotel und Gastgewerbe?

Auch 2013 hat vida gemeinsam mit Arbeiterkammer und IFES-Institut den Arbeitsklimaindex Tourismus präsentiert. Gezeigt hat sich, dass die Zufriedenheit weiter sinkt und die Arbeitsbedingungen dringend zugunsten der Beschäftigten verändert werden müssen. vida setzt sich weiter nach Kräften dafür ein.

Als positives Beispiel können hier die Kaffeehäuser Wien genannt werden. Sie sind mit Mai 2013 nach erfolgreichen Verhandlungen der Gewerkschaft vida auf ein modernes Lohn- und Gehaltsschema umgestiegen.

Mehr Lohn im Gesundheits- und Sozialbereich

Im privaten Gesundheits- und Sozialbereich ist unter schwierigen Bedingungen ein guter Abschluss gelungen. Neben einer Reallohnerhöhung wurden rahmenrechtliche Verbesserungen wie eine Pflegekarenz erreicht. Dazu waren die Arbeitgeber aber erst nach österreichweiten Demos bereit.

Auch für die Beschäftigten in Ordenskrankenhäusern und Privatspitälern wurde nach harten Verhandlungen eine spürbare Erhöhung der Löhne und Zulagen erreicht. Besonders schwierig gestaltete sich der KV-Abschluss für die Ordensspitäler Oberösterreich. Hier mussten Beschäftigte und Gewerkschaft bis zum Streik gehen.

Bürgerinitiative für bessere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte in Kindergärten

In Sachen Kindergarten haben die Gewerkschaften auch 2013 nicht locker gelassen. Nach einer Großdemonstration im Herbst 2012 wurden im März rund 7.600 Unterschriften an Nationalratspräsidentin Barbara Prammer übergeben. Im Juni wurde eine parlamentarische Bürgerinitiative gestartet – für bundesweit einheitliche Qualitätsstandards und bessere Arbeitsbedingungen.

Klagen gegen AUA-Betriebsübergang

Erfolg bei Gericht in 1. Instanz: Das Arbeits- und Sozialgericht Wien hat in seinem Urteil den Betriebsübergang von Austrian (AUA) auf Tyrolean in erster Instanz für nichtig erklärt. Der Klage des AUA/Tyrolean-Bord-Betriebsrats wurde somit Recht gegeben. Ausschlaggebend für den Richterspruch zugunsten der Beschäftigten seien in der Folge des Betriebsübergangs konzerninternen Konstruktionen zum Nachteil des fliegenden Personals gewesen.

Single European Sky – Arbeitsplätze, Tarifverträge und soziale Standards sichern

Auch im Bereich der Luftfahrt und Flugsicherung ist die EU-Liberalisierungspolitik nach wie vor ein Dauerbrandherd. Die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF), Sektion Flugsicherung, mobilisierte am 12. Juni 2013 die Beschäftigten für einen europaweiten Aktionstag: Die FluglotsInnen und die ETF-Mitgliedsgewerkschaften – zu denen in Österreich die Gewerkschaft vida und die Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF) zählen – fordern die Schaffung eines Abkommens über einen einheitlichen europäischen Luftraum (Single European Sky-Abkommen), durch welches keine Arbeitsplätze, Tarifverträge und sozialen Standards für die Beschäftigten gefährdet werden.

Walkout for Safety: Für Flugsicherheit. Gegen überlange Flugdienstzeiten

In Zusammenhang mit der europäischen Politik stand auch die Demo für mehr Flugsicherheit. Der Europäische Verband der Verkehrspiloten (European Cockpit Association), die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF) sowie zahlreiche andere Verkehrsgewerkschaften und Interessenvertretungen des fliegenden Personals veranstalteten am 22. Jänner 2013 einen europaweiten Aktionstag im Zeichen der Flugsicherheit und drohender überlanger Flugdienstzeiten. Unter dem Motto "Walkout for Safety" wurde am Wiener Flughafen – wie auch auf zahlreichen anderen wichtigen europäischen Flughäfen – PilotInnen und Kabinenbesatzungen gegen die geplanten Flugdienstregeln der EU protestiert.

Beschäftigte in der Reinigungsbranche endlich sichtbar machen!

Rund 40.000 Menschen in Österreich sind in der Reinigungsbranche beschäftigt. Ihre Arbeit ist oft „unsichtbar“ – denn gearbeitet wird in der Regel an den Tagesrändern. Für die Beschäftigten – häufig Frauen mit Betreuungspflichten – bedeutet dies eine Reihe von Herausforderungen. In einer Studie wurden Arbeits- und Lebensumstände von Reinigungskräften erstmals genau beleuchtet.

Gigaliner: Monster-Lkw stoppen!

Der Standpunkt der Gewerkschaft vida ist klar: Der schwere Frachtverkehr gehört - wo immer dies möglich ist - aus Gründen des Umweltschutzes und der Verkehrssicherheit auf die Schiene verlagert. Von der EU forcierte Monster-Lkw, sogenannte Gigaliner, haben in Österreich nichts zu suchen.

Kampf gegen EU-Liberalisierungen

Beim europaweiten Aktionstag gegen das 4. EU-Eisenbahnpaket am 9. Oktober 2013 protestierte vida mit zahlreichen anderen europäischen Verkehrsgewerkschaften: Die EU-Kommission darf unsere Bahn nicht ruinieren! Die geplanten weiteren Liberalisierungsschritte müssen gestoppt werden. Ziel war es,  die EU-Verkehrsminister und das Europaparlament davon zu überzeugen, den Kommissionswünschen nach weiteren im 4. Eisenbahnpaket enthaltenen Bahnliberalisierungsschritten nicht zuzustimmen. Sonst droht weiteres Lohn- und Sozialdumping für die Beschäftigten. 

Nationalratswahl: Agieren statt reagieren

Bereits Monate vor der Nationalratswahl trat der Fachbereich Verkehr in der Gewerkschaft vida mit einem erarbeiteten Verkehrsprogramm samt Forderungen für die neue Legislaturperiode an das Verkehrsministerium heran. Zahlreiche Punkte, wie das Bekenntnis zu einer weiterhin integrierten ÖBB und zu Einrichtung eines Taktfahrplans, finden sich im neuen Regierungsübereinkommen wieder. 

VIDA-INITIATIVEN UND SCHWERPUNKTE

Wege aus der Krise

Auch 2013 hat sich vida in der Allianz „Wege aus der Krise“ für mehr Verteilungsgerechtigkeit in unserer Gesellschaft eingesetzt. Es gibt Alternativen zu Kaputtsparen und Kürzen, wenn alle einen fairen Anteil leisten – auch die Superreichen.  Zum vierten Mal hat die Allianz heuer das Zivilgesellschaftliche Zukunftsbudget für Österreich erarbeitet, das diesmal im Rahmen eines Budgetheurigen präsentiert wurde.
www.wege-aus-der-krise.at

Tatort Arbeitsplatz

Unter dem Titel „Die Behindertenvertrauenspersonen - für Menschen mit Menschen“ hat im März in Wien eine Tagung stattgefunden, zu der 260 TeilnehmerInnen gekommen sind. Bei der Veranstaltung im Rahmen der vida-Kampagne „Tatort Arbeitsplatz“ wurden Informationen über aktuelle Entwicklungen und gesetzliche Neuerungen angeboten sowie Vernetzung und Erfahrungsaustausch ermöglicht.

Gemeinsam vida stark

Unter diesem Motto tourte vida durch Österreich. Gemeinsam mit BetriebsrätInnen suchte vida das Gespräch mit Beschäftigten. Auch BetriebsrätInnen wurden befragt und neue vida-Serviceleistungen ins Leben gerufen: In Kooperation mit der Mietervereinigung Österreich bietet vida kostenlose Erstberatung in Mietrechtsfragen an. Günstige Weiterbildungsangebote bieten die Wiener Volkshochschulen gemeinsam mit vida.

vida Jugend-Kampagne „Rote Karte“
Für mehr Qualität und Fairness bei der Lehrlingsausbildung

Gastronom Mario Plachutta bezeichnete via Medien Lehrlinge als unbrauchbare Analphabeten und schob die Verantwortung dafür auf die Gesellschaft ab. Nach einer Protestaktion vor einem Plachutta-Restaurant sammelte die vida Jugend mit einer Postkartenaktion Unterschriften für mehr Qualität und Fairness in der Lehrlingsausbildung. Über 1.000 Postkarten wurden der Wirtschaftskammer übergeben – mit dem klaren Auftrag, schwarze Unternehmer-Schafe auf deren Verantwortung als Ausbildner hinzuweisen.

Aktion der vida-Jugend gegen ÖBB-Verkauf

Entfesselungskünstler in den Zirkus! Rund 50 ÖBB-Lehrlinge protestierten mitten in der heißen Phase der Nationalratswahlkampfs Ende September unter dem Motto „ÖVP-Vizekanzler = Privatisierungskanzler“ vor der Wiener ÖVP-Zentrale gegen die Privatisierung und den Verkauf der ÖBB durch Vizekanzler Spindelegger (ÖVP) an den Milliardär Stronach.

Lehrberuf Seilbahntechnik: Eine Erfolgsgeschichte

Über 15 Jahre kämpfte die Gewerkschaft für die Berufsanerkennung der SeilbahnerInnen. Seit 2008 werden in der Landesberufsschule Hallein SeilbahnerInnen ausgebildet. Am 19. April 2013 wurde mit der feierlichen Eröffnung des neuen E-Traktes mit der Seilbahnhalle ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des Lehrberufs Seilbahntechnik gesetzt.

vida PensionistInnen-Petition
„Pensionssicherungsbeitrag abschaffen!“

Beamte und ÖBB-Bedienstete, die ihren Ruhestand angetreten haben oder in nächster Zeit antreten werden, zahlen einen so genannten Pensionssicherungsbeitrag. Er wird auch von Witwen- und Waisenpensionen abgezogen. ÖGB- und vida-PensionistInnen haben daher eine Unterstützungsaktion gegen die soziale Ungerechtigkeit namens „Pensionssicherungsbeitrag“ ins Leben gerufen. Über 40.000 Unterstützungserklärungen wurden abgegeben - ein klares Signal an alle politisch Verantwortlichen.

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