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15 $ Mindeststundenlohn - I’m lovin‘ it!

Volle Unterstützung für McDonald’s MitarbeiterInnen in den USA.

Die Gewerkschaft vida unterstützt den weltweiten Aktionstag im Kampf um höhere Löhne für McDonald’s MitarbeiterInnen in den USA. Unter dem Motto „Fight for 15“ sind am 15. April mehr als 60.000 Menschen in über 200 US-Städten auf die Straßen gegangen. Weltweit haben sich 35 Länder dem Protest angeschlossen. Das Ziel: McDonald’s soll dazu bewegt werden, ausnahmslos jedem Beschäftigten in den USA einen Mindeststundenlohn von 15 Dollar zu zahlen.

Erhöhung hätte starke Signalwirkung

Die jüngste Ankündigung des Burgerbraters den durchschnittlichen Stundenlohn bis Ende 2016 von neun auf zehn Dollar (8,51 auf 9,46 Euro) anzuheben, ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, entpuppt sich bei genauem Hinsehen aber als Verhöhnung der Betroffenen. Die Anhebung gilt nämlich nur in den Filialen, die direkt dem Konzern gehören, nicht aber in den Franchise-Filialen. Von der Erhöhung profitieren damit nur etwa 90.000 von insgesamt 750.000 Beschäftigten. Alle anderen schauen durch die Finger. „Zahlreiche Beschäftigte bei McDonald’s bekommen weiter nur den gesetzlichen Mindestlohn von 7,25 Dollar und haben seit Jahren keine Erhöhung gesehen. Um MitarbeiterInnen halten zu können, wird McDonald’s die Löhne erhöhen müssen. Ein Mitarbeiter in einem Schnellrestaurant verdient im Schnitt 18.880 Dollar pro Jahr. Zu wenig, um das tägliche Leben zu finanzieren. Um das Jahresgehalt eines McDonald’s-Chefs in der Höhe von rund 9,5 Millionen Dollar zu kassieren, muss ein McDonald's Beschäftigter weit mehr als eine Million Stunden Burger herstellen und Pommes frittieren.

vida solidarisch mit McDonald’s Beschäftigten

Die Beschäftigten von McDonald’s in den USA haben die volle Unterstützung der Gewerkschaft vida für ihre Protestaktionen. „Die Verantwortlichen des Milliarden-Dollar-Unternehmens müssen sich endlich bewegen und die Sorgen und Bedürfnisse ihrer MitarbeiterInnen ernst nehmen und dementsprechend handeln. Je früher, desto besser. Auch wir von der vida wollen nicht tatenlos zusehen und schließen uns dem Aktionstag an“, so Tusch. Die Gewerkschaft vida hat der zuständigen US-Botschafterin in Wien, Alexa Wesner, einen offenen Brief mit ihren Forderungen übermittelt.

McDonald’s Mindestlöhne müssen auch bei uns steigen

Der Kampf um faire Entlohnung in den USA unterstreicht auch eines der Ziele der Gewerkschaft vida in Österreich. „Unsere wichtigste Forderung für die Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe ist ein Mindestlohn bzw. ein Mindestgehalt von 1.500 Euro. Die Beschäftigten dürfen nicht mit Hungerlöhnen abgespeist werden, für sie muss ein Auskommen mit dem Einkommen sichergestellt werden. Hervorragende Leistungen gibt es nicht zu Dumpingpreisen“, stellt Tusch klar. McDonald’s Österreich und die Gewerkschaft vida haben seit längerem eine eigene kollektivvertragliche Regelung, die für alle MitarbeiterInnen in Österreich gilt. „Der Mindestlohn liegt im Moment bei 1.349 Euro brutto und ist somit noch weit vom Ziel 1.500 Euro entfernt. Es gibt daher auch in Österreich entsprechend Handlungsbedarf“, so Berend Tusch abschließend.

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