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Heldinnen der Krise entlasten!

Gewerkschaft vida im Einsatz für Rechte der Frauen und mehr Respekt.
„Respekt für jeden Menschen. Jeden Tag.“ Das fordert die Frauenabteilung der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März. Gerade die Heldinnen der Krise in den Verkehrs- und Dienstleistungsberufen leisten Enormes und haben sich Wertschätzung mehr als verdient. 
 
„Sowohl in der Banken- als auch in der Covid-Krise wurden Unternehmen intensiv gestützt. Es ist daher überfällig, dass in anhaltenden Krisenzeiten endlich die Heldinnen geschützt und entlastet werden.“
 
Olivia Janisch, Bundesfrauenvorsitzende in der vida
 

Steuern senken, vor Armut schützen

Durch den Ukraine-Krieg wird die Inflation weiter angeheizt, die Energie- und Mobilitätskosten sind insbesondere für Frauen nicht mehr stemmbar. „Frauen verdienen im Schnitt nach wie vor weniger als Männern und sind deswegen stärker von den Preissteigerungen betroffen. Dies hat für Frauen fatale Folgen: Die Bundesregierung darf nicht länger zusehen, wie Frauen in die Armut abrutschen“, so Olivia Janisch. Für das Jahr 2022 werden monatliche Teuerungsraten im zweistelligen Bereich sowie eine Jahresinflation von fünf Prozent vorausgesagt. „Eine Entlastung durch eine Mehrwertsteuersenkung auf Strom und Gas bei Energie- und Netzkosten ist das Gebot der Stunde. Damit wird den VerbraucherInnen direkt geholfen“, ist die stellvertretende vida-Vorsitzende überzeugt. 
Leistbare Mobilität für alle 
 
Zur Finanzierung einer solchen Steuersenkung schlägt Janisch einen Sonderbeitrag auf jene Gewinne vor, die Energieunternehmen aufgrund der hohen Großhandelspreise („Windfall Profits“) erzielen. Es handelt sich dabei um eine Maßnahme, die voraussichtlich auch seitens der EU-Kommission zur Krisenbewältigung vorgeschlagen werden wird. Auch die Mobilitätskosten steigen, die Preise für Benzin und Diesel erreichen Rekordwerte. Mobilität ist insbesondere für die Erwerbsbeteiligung von Frauen essenziell. Gerade im ländlichen Raum sind viele noch auf den PKW angewiesen, sei es für den Weg zur Arbeit, Versorgungsleistungen oder tägliche Besorgungen. „Akut braucht es Entlastungen für PendlerInnen durch zusätzliche staatliche Maßnahmen beim Jobticket und eine vorübergehende Mehrwertsteuersenkung auf Benzin und Diesel. Mittel- und langfristig muss aber der Öffentliche Verkehr weiter ausgebaut werden“, verlangt Janisch.
Regierung gefordert
 
Vor dem Hintergrund des Anhebens des Frauenpensionsantrittsalters ab 2024 und im Hinblick auf niedrige Frauenpensionen sowie der damit verbundenen Altersarmut ortet die vida-Bundesfrauenvorsitzende massive Defizite, die dringend von der Bundesregierung bereinigt werden müssen. So konnte nur ein Drittel aller Frauen in der Hotellerie/Gastronomie direkt in Pension gehen. 2021 war die Arbeitslosigkeit von 55- bis 59-jährigen Frauen mit 20,5 Prozent in der Gebäudereinigung im Vergleich zu anderen Branchen sehr hoch, was sich beim Pensionsantritt negativ auf die Pensionshöhe auswirkt.  
Frauen vor Altersarmut bewahren
 
„Daher müssen auch Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeberufen oder im Tourismus sowie in der Reinigung und in vielen anderen Dienstleistungsberufen in Schwerarbeitspension gehen können. Ihre Arbeitsbedingungen müssen einem Realitätscheck unterzogen werden“, fordert Janisch eine Überprüfung und Ausweitung der Anspruchskriterien von der Bundesregierung ein. In diesen Branchen würde dies insbesondere Frauen vor Altersarmut bewahren, da sie hier die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten bilden. „Die Regierungsparteien müssen anerkennen, dass die Arbeit in diesen Branchen hohe körperliche und im Gesundheits-, Sozial- und Pflegebereich (85 Prozent Frauenanteil) auch hohe psychische Belastungen mit sich bringt“, bekräftigt Janisch. 
 
„Die Bundesregierung muss endlich ihrer Verantwortung nachkommen und die arbeitenden Menschen im Blick haben. Die Heldinnen der Krise müssen gesund und frei von Verarmungsängsten in Pension gehen können.“
 
vida-Bundesfrauenvorsitzende Olivia Janisch
 
Respekt statt Gewalt
 
Am Internationalen Frauentag setzen die vida Frauen einen weiteren wichtigen Schwerpunkt: „Bei Gewalt gegen Frauen darf es null Toleranz geben!“, sagt vida-Bundesfrauenvorsitzende Olivia Janisch.  Denn in Österreich ist jede fünfte Frau mindestens einmal im Leben von körperlicher und/oder sexueller Gewalt betroffen. Darauf und auch auf die Gewaltpräventionsplattform der Gewerkschaft vida - „Tatort Arbeitsplatz“ www.tatortarbeitsplatz.at - machen die vida Frauen bei Straßenaktionen am 8. März aufmerksam. Mit den umfassenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten von „Tatort Arbeitsplatz“ bietet die Gewerkschaft vida Betroffenen rasch und unbürokratisch Hilfe an.  
 

 

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