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Null Toleranz bei Gewalt im Job

Strafrecht muss zum Schutz der Beschäftigten weiter verschärft werden.

„Schwarzfahrer attackierte Schaffnerin: Haft“ – das ist nur eine der viele Schlagzeilen nach einem Prozess am Landesgericht Innsbruck. Ein 26 Jahre alter Mann ist nach einer Attacke auf eine ÖBB-Mitarbeiterin vor Gericht gestanden. Der Mann hat die Schaffnerin auch mit dem Tod bedroht. Dafür muss er jetzt ins Gefängnis.

„Das ist ein klares Stopp-Signal gegen Gewalt in Öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer zuschlägt, wird aus dem Verkehr gezogen!" 

Sissy Vondrasek, stv. Vorsitzende der Gewerkschaft vida.

Übergriffe kein seltenes Phänomen

„Das Schicksal der ÖBB-Bediensteten ist kein Einzelfall. Jede/r Fünfte war laut aktuellen Erhebungen schon Opfer von Gewalt am Arbeitsplatz!“, betont Vondrasek. „Es war daher richtig und notwendig, dass Angriffe auf Personal in Öffis nicht mehr als Kavaliersdelikt gelten, sondern nach einer Novelle im Strafgesetz hart bestraft werden“, so die vida-Gewerkschafterin weiter.

Weitere gesetzliche Verschärfungen notwendig

„Wir dürfen aber nicht aufhören, den Schutz für die Beschäftigten im Öffentlichen Verkehr weiter auszubauen. Wir fordern, dass rechtskräftig verurteilte Täter künftig im Öffentlichen Verkehr gesperrt werden. Zudem brauchen wir Mindeststrafen im Fall von Verurteilungen und deutlich mehr Security-Personal auf Strecken, bei denen es gehäuft zu tätlichen Zwischenfällen kommt“, so Vondrasek.

Kein Einzelfall

Dass der Vorfall in Tirol kein „bedauerlicher Einzelfall war, sondern nur die Spitze eines Eisberges an Attacken“, bestätigt auch Günter Blumthaler, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Eisenbahn:

„Die Attacken werden auch zunehmend brutaler.
Betroffene sind nicht nur mit den teils schwerwiegenden Folgen
roher körperlicher Gewalt konfrontiert.
Angstzustände und weitere psychische und nur schwer verarbeitbare Probleme haben negative Auswirkungen auf das Berufs- und Privatleben!"

vida hilft Betroffenen

Es ist völlig inakzeptabel, dass Beschäftigte bei der Ausübung ihrer beruflichen Pflichten Schläge ins Gesicht, Drohungen mit dem Umbringen und andere Gewaltakte erdulden müssen, sagt die vida-Gewerkschafterin: „Das Phänomen Gewalt am Arbeitsplatz zieht sich über alle Verkehrs- und Dienstleistungsbranchen, egal ob Verkehr, Gastronomie oder Pflege. Darauf machen wir auch mit unserer Kampagne ‚Tatort Arbeitsplatz’ aufmerksam. Wir lassen Betroffene nicht alleine!“

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