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Arbeitswelt muss sicherer werden!

Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.

Am 28. April 2019 findet wieder der „Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz“ statt. An diesem Tag gedenken wir jener Menschen, die an ihrem Arbeitsplatz getötet wurden. Darüber hinaus soll der Aktionstag auf arbeitsbedingte Verletzungen und Krankheiten sowie deren Vermeidbarkeit aufmerksam machen. Die Gewerkschaft vida schließt sich mit Fotoaktionen an.

Arbeitssicherheit weiter verbessern

In Österreich hat es 2018 knapp über 160.000 Arbeitsunfälle gegeben. Allerdings führen nicht nur Unfälle zu viel persönlichem Leid und Schmerzen, sondern auch Gewalt und Einschüchterungen am Arbeitsplatz. Hier ist dringend verbesserter Schutz für die Beschäftigten gefragt. Fast jede/r zweite Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer gibt an, im Beruf schon eine persönliche Gewalterfahrung gemacht zu haben – der Großteil davon in Form von psychischer Gewalt.

Gewalt nicht hinnehmen
„Wir dürfen hier nicht wegschauen. Ich will die Beschäftigten in Österreich ermutigen, aktiv zu werden und Vorfälle zu melden statt zu resignieren“, so Peter Traschkowitsch, Projektleiter der Initiative ‚Tatort Arbeitsplatz‘ in der Gewerkschaft vida.

Verbale Gewalt in Form von Hänseleien oder Verspotten werden nicht immer eindeutig als Gewalt wahrgenommen. Viele ArbeitnehmerInnen, vor allem in den Dienstleistungsbranchen und im Verkehrssektor, lassen sich verbale Gemeinheiten gefallen und glauben, sie gehören zum Job. „Nein – tun sie nicht“, stellt Traschkowitsch klar. „Wir müssen die Beschäftigten für die unterschiedlichen Formen der Gewalt sensibilisieren und ihnen Mut machen, dagegen vorzugehen, etwa mit einer Meldung beim Vorgesetzten.“

Gemeinsam mehr erreichen
Mit diesem Anliegen hat die Gewerkschaft vida im WEISSEN RING und seinem Präsidenten Udo Jesionek einen Unterstützer und Partner gefunden. „Vielen Menschen könnte durch rechtzeitige psychologische und juristische Unterstützung größeres Leid erspart werden“, betont Jesionek.

Zu wenig Verständnis vonseiten der Führungskräfte, kaum Krisenpläne, Unterschätzung der Folgen und Risiken für Arbeitsfähigkeit und Gesundheit der Betroffenen, unklare Haftungssituationen – vor allem bei prekären Arbeitsverhältnissen – sind weitere erschwerende Faktoren.

Vor allem Frauen betroffen
Gewalt am Arbeitsplatz bedeutet in den seltensten Fällen tätliche Übergriffe. Im Arbeitsalltag passiert psychische Gewalt deutlich häufiger. „Die Opfer in Österreich sind mehrheitlich Frauen! Wir müssen weiter daran arbeiten, gegen diese Formen der Gewalt vorzugehen. Psychische Gewalt wie etwa Mobbing darf in keinem Betrieb einen Platz haben oder geduldet werden“, so Traschkowitsch.

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