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Gewalt gegen Frauen am Arbeitsplatz weit verbreitet

"Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen" am 25. November.

„Gewalt im Job ist kein vereinzeltes Phänomen, sondern ein sehr weit verbreitetes Problem. Jede/r Fünfte war laut einer aktuellen Erhebung schon von Gewalt am Arbeitsplatz betroffen. Frauen, vor allem jüngere Frauen, sind besonders oft betroffen", so die stv. Vorsitzende der Gewerkschaft vida, Elisabeth Vondrasek. Anlässlich der Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ erinnert sie daran, dass „das Verdrängen oder Verharmlosen des Themas Gewalt am Arbeitsplatz leider immer noch gang und gäbe ist. Es ist erschreckend, wie viele ArbeitgeberInnen das Problem ignorieren. In vielen Betrieben werden Gewalt und Mobbing nicht einmal als Thema angesehen“.

Zahlreiche Gewaltformen

Die Palette von Gewalt am Arbeitsplatz reicht von verbaler Gewalt über Ausgrenzung und Mobbing bis zur sexuellen Belästigung und zu physischen Übergriffen. „Die von der Gewerkschaft vida vertretenen Beschäftigten, und hier vor allem Frauen, in den Dienstleistungs- und Verkehrsberufen in ihren unterschiedlichen und mitunter schnell wechselnden Arbeitsumgebungen, sind besonders häufig von Konfliktsituationen und somit von Gewalt am Arbeitsplatz betroffen“, erklärt Vondrasek.

Weitere Ursachen, die zu vermehrter Gewaltgefährdung führen: Frauen arbeiten öfter in unteren Hierarchieebenen, in denen es weniger Mitsprache gibt und Machtverhältnisse ausgenutzt werden. Zudem kommt sexuelle Belästigung bei Frauen weit öfter vor als bei Männern. Mobbing wird verstärkt gegenüber Frauen angewendet, die aufgrund von Betreuungspflichten dem Betrieb nicht uneingeschränkt zur Verfügung stehen.

vida hilft, Schweigen zu brechen

Es ist wichtig Gewalt und Mobbing aufzuzeigen und Betroffene zu ermutigen, sich gegen Gewalt zu wehren, so Vondrasek: „vida bietet bereits seit längerer Zeit betroffenen Gewerkschaftsmitgliedern im Rahmen der Initiative ‚Tatort Arbeitsplatz. Gib der Gewalt im Job keine Chance‘ Beratung und Unterstützung an. Außerdem fordern wir von den Betrieben und dem Gesetzgeber weitere Schritte zur Bekämpfung der Gewalt ein. Viel ist bereits geschehen, es gibt aber noch deutlich Luft nach oben.“

Abschließend hält Vondrasek fest, dass „Unternehmen, die aus Spargründen ständig personell unterbesetzt sind, auch in puncto Gewaltprävention äußerst fahrlässig agieren. Oberste Priorität ist, genügend Personal einzusetzen. Das ist eine Grundvoraussetzung, um der Gewalt am Arbeitsplatz vorzubeugen.“

Mehr Info: www.tatortarbeitsplatz.at

 

16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ist eine internationale Kampagne, die jedes Jahr von 25. November bis 10. Dezember stattfindet.

Auf der ganzen Welt nützen Fraueninitiativen den Zeitraum vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November) bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte (10. Dezember), um auf das Recht auf ein gewaltfreies Leben aufmerksam zu machen. Österreich nimmt seit 1992 an der Kampagne teil.

 

 

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