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3. vida Gewerkschaftstag eröffnet

Vielseitig. Entschlossen. Stark. 700 Gäste im Austria Center in Wien.

Von Dienstag, 4. November 2014 bis Donnerstag, 6. November 2014 findet der 3. Gewerkschaftstag der Gewerkschaft vida im Austria Center Vienna statt. Dabei lautet das Motto „Wir leben Gewerkschaft. Vielseitig. Entschlossen. Stark“. Im Beisein von Spitzen aus Politik, Gewerkschaftsbewegung und Wirtschaft sowie von zahlreichen Ehrengästen aus dem In- und Ausland wurde am 4. November 2014 der Gewerkschaftstag feierlich vom geschäftsführenden vida-Vorsitzenden Gottfried Winkler eröffnet. Als Ehrengäste begrüßten auch AK-Präsident Rudi Kaske, ÖGB-Präsident Erich Foglar, Wiener Landtagspräsident Harry Kopietz, Bundeskanzler Werner Faymann und Bundespräsident Heinz Fischer. Abgerundet wurde die Eröffnung mit einem eigens für vida zugeschnittenen Programm der flowmotion dance company – einer getanzten Hommage an den Betriebsrat.

Hinter Arbeitsplätzen die Menschen sehen

„Die steigende Arbeitslosigkeit und die starke Zunahme von atypischen Beschäftigungsverhältnissen zählen zu unseren großen Herausforderungen für die nächsten Jahre“, so Gottfried Winkler im Rahmen seiner Eröffnungsrede. „Damit wieder mehr Arbeitsplätze entstehen, braucht Österreich Impulse, die die Wirtschaft ankurbeln, vor allem aber die Konsumnachfrage im Inland. Und wir müssen wieder die Menschen hinter den Arbeitsplätzen sehen, nicht nur ‚Ressourcen‘. Unser erklärtes Ziel bleibt 1.500 Euro Mindestlohn in allen vida-Branchen!“

Arm trotz Arbeit – weg von Mini-Jobs

Österreich sei nach wie vor noch ein Land mit einem hohen Maß an Arbeitsplatzsicherheit, so der Spitzengewerkschafter: „In den letzten Jahren sind wir jedoch immer mehr mit einem reinen ‚Konzerndenken‘ konfrontiert, das auf den Einzelnen keine Rücksicht mehr nimmt, wo das Menschliche verloren geht und nur mehr rein ökonomische Gesichtspunkte zählen.“ Der höchsten Arbeitslosenrate seit dem Zweiten Weltkrieg stünden zwar auch die höchsten Beschäftigungszahlen gegenüber: „Doch bei einem großen Teil dieser neuen Beschäftigungsverhältnisse handelt es sich um prekäre Jobs, Teilzeitarbeit, freie Dienstverträge, Werkverträge oder geringfügige Beschäftigung. All das erhöht das Risiko für Armut trotz Arbeit und Armut im Alter“, warnt vida-Gewerkschafter Winkler.

Auskommen mit dem Einkommen

vida sei von diesen Entwicklungen am Arbeitsmarkt besonders betroffen, da die Gewerkschaft einerseits viele Beschäftigte in typischen Niedriglohnbranchen vertrete und andererseits die Arbeitslosigkeit in vielen Dienstleistungsberufen besonders stark gestiegen sei. „Als gesellschaftspolitische Kraft werden wir weiter für sichere Jobs und höhere Mindestlöhne kämpfen. Aber damit alleine ist es nicht getan, es muss den Menschen auch mehr von ihrem Lohn im Geldbörsel überbleiben“, verweist Winkler auf die gemeinsame Kampagne von ÖGB und Arbeiterkammer „Lohnsteuer runter“.

Mehr Verteilungsgerechtigkeit

„Wir sprechen uns nicht gegen Steuern aus, sondern nur gegen die bestehende Schieflage im Steuer- und Abgabensystem. Wir brauchen eine neue Verteilungsgerechtigkeit, damit nicht die ArbeitnehmerInnen diejenigen sind, die am allermeisten zahlen. Sie müssen so rasch wie möglich entlastet werden!“, so der gf. vida-Vorsitzende abschließend.

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