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Ein Hochverdienter zieht sich zurück

VAEB-Obmann und ehemaliger vida-Vorsitzender Gottfried Winkler in Pension.

Am 4. Dezember 2019, bei der letzten Vorstandssitzung der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB), hatte er seinen letzten offiziellen Auftritt: Nachdem sich Gottfried Winkler schon vor längerer Zeit von seinen Funktionen in der Gewerkschaft vida zurückgezogen hatte, beendete er mit Ende 2019 seine Obmannschaft bei der VAEB. Mit 1. Jänner 2020 wurde die VAEB im Zuge der unter der türkis-blauen Regierung beschlossenen Sozialversicherungsreform mit der Beamtenversicherung BVA zur BVAEB fusioniert.

Soziale Ader

1956 im oberösterreichischen Wartberg an der Aist geboren, erlernte Gottfried Winkler den Beruf des Elektroinstallateurs und trat 1974 in den Verschubdienst der ÖBB ein. Seine soziale Ader musste er nicht erst entdecken, er hatte sie quasi durch seine Herkunft mitbekommen. Drückte Kollegen irgendwo der Schuh, so setzte er sich für sie ein. Daher war es nur logisch, dass er sich bald in der Gewerkschaft engagierte. Ab 1985 war er dort tätig. 2003 bis 2006 avancierte Winkler zum stellvertretenden Vorsitzenden der Gewerkschaft der Eisenbahner (GdE). Nach dem Zusammenschluss der GdE mit den Gewerkschaften HTV und HGPD zur Gewerkschaft vida fungierte er von 2007 bis 2011 als Vorsitzender der Fachgruppe Schiene. Im November 2014 wurde er zum Vorsitzenden der vida gewählt, diese Funktion hatte er bis Dezember 2016 inne. 

Neues für Versicherte erreicht
Seit 2006 war Gottfried Winkler Obmann der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB). Er war stets offen für Neues und Innovatives. So fallen die Entwicklung der Telemedizinprojekte Gesundheitsdialog Diabetes und Gesundheitsdialog Bluthochdruck ebenso wie die Entwicklung des Diabetes-Präventionsprogramms PRAEDIAS in seine Ära. Sehr gut angenommen wurden auch die alljährlichen Gratis-Grippeschutzimpfaktionen. Das VAEB-Kompetenzzentrum für Präventionsmedizin, der Josefhof bei Graz, wurde in Winklers Zeit als Obmann komplett neu gebaut und hat nun das Flair eines Vier-Sternehotels. Nicht zuletzt aufgrund seines gewerkschaftlichen Backgrounds setzte sich Winkler schließlich für die Etablierung eines Versichertenrats der VAEB ein. Dieses Partizipationsmodell ermöglichte VAEB-Versicherten Mitsprache bei Fragen der Gesundheit und Sozialpolitik und gab ihnen Raum für die Artikulation von Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen. Gelebte Selbstverwaltung, die bei den Versicherten außerordentlich gut ankam. Alles Gute für neuen Lebensabschnitt
Gottfried Winkler hinterlässt nicht nur als Chef und Funktionär, sondern vor allem auch als Mensch eine Lücke. Er ist ein Mann, der auf die Menschen zugeht und ihnen – egal, auf welcher sozialen Stufe sie stehen – Respekt entgegenbringt. Sein Humor und seine Leutseligkeit sowie seine anpackende Art fehlen schon jetzt. Möge er seinen Ruhestand noch lange genießen.

Gemeinsam DANKE sagen

Die Vorsitzenden der Ortsgruppe 20 VAEB, Susanne Suchanek und Helene Starzer, begrüßten am 5. Dezember 2019, letztmalig unter dem Titel “Versicherung für Eisenbahnen und Bergbau”, bei der Weihnachtsfeier mehr als 100 PensionistInnen sowie zahlreiche Ehrengäste. Sie wurden über die Neuerungen der Fusion sowie über die Aktivitäten der Ortsgruppe im Jahr 2019 informiert. Günter Blumthaler, Dienstnehmervertreter im Überleitungsausschuss der VAEB,  Obmann Gottfried Winkler und Direktor Werner Bogendorfer hielten Referate. Die scheidende Chefärztin Dr. Monika Mustak-Blagusz verabschiedete sich und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Ein Dank geht an die vielen Helferlein, die diese Veranstaltung zu einem stimmungsvollen Event machten.
 

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