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Gleichstellung

Familienarbeitszeit-Modell zur gerechteren Verteilung von Arbeit.

Mehr Zeit für Väter, mehr Geld für Mütter: Darauf zielt das neue von AK und ÖGB vorgeschlagene Modell zur gerechteren Verteilung von Arbeit ab. Das Modell zur Familienarbeitszeit sieht vor, dass beide Eltern ungefähr gleich viel Zeit für die Kinderbetreuung und für die Erwerbsarbeit zur Verfügung haben. Anders als bei der bisherigen Aufteilung zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit, die sehr ungleich zwischen den Geschlechtern verteilt ist, könnten zukünftig viele Elternteile gleichsam von diesem Modell profitieren: Väter hätten mehr Zeit für ihre Kinder und Mütter würden mehr verdienen.

Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung

vida-Frauenvorsitzende Olivia Janisch sieht in diesem Modell einen zusätzlichen Lösungsvorschlag, um die große Ungleichheit bei der Aufteilung zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen Frauen und Männern zu verringern. Für mehr Gleichbehandlung bedarf es aber weiterhin eines Rechtsanspruchs auf Kinderbetreuung für jedes Kind ab dem 1. Lebensjahr, fordert Janisch. Die täglichen und jährlichen Öffnungszeiten der Kinderbildungseinrichtungen müssen zudem so gestaltet sein, dass sie eine Vollzeitarbeit für beide Eltern ermöglichen.

Altersarmut verhindern

„Sonst führt eine fatale Kombination aus niedrigem Einkommen, hoher Teilzeitquote und Erwerbsunterbrechungen für viele Frauen weiterhin direkt in die Altersarmut“, fordert die vida-Frauenvorsitzende auch 1.700 Euro Mindestlohn und Arbeitszeiten, mit denen sich Beruf und Privatleben vereinbaren lassen.

Mehr zum Familienarbeitszeit-Modell zur gerechteren Verteilung von Arbeit: https://bit.ly/2UbqBjW