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Gewerkschaft vida: Neue Regeln für Hoteliers müssen auch mehr Fairness für Beschäftigte bringen!

Tusch: "Mehreinnahmen müssen sich in Löhnen und Investitionen widerspiegeln!"

Als „richtungsweisenden Schritt für die Branche“ bezeichnet Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida, die angekündigte Gesetzesnovelle gegen unlauteren Wettbewerb und das Preisauszeichnungsgesetz. Für den Gewerkschafter verringert sich damit die Abhängigkeit der Hoteliers von Online-Buchungsportalen und ihrer erzwungenen Ratenparität. Ein wichtiger Effekt könnten auch die Regulierung bzw. Senkung der  unverhältnismäßigen Provisionen sein, davon sollten in Folge in erster Linie die Gäste aber auch indirekt die Beschäftigten profitieren.

Keine Ausreden mehr

Jahrelang haben Unternehmer ihren Investitionsstau damit verteidigt, dass sie wegen des Preisdiktats der Buchungsplattformen ihre Zimmer zu Schleuderpreisen anbieten müssen und daher nicht genügend Einnahmen hätten. „Damit ist jetzt Schluss“, freut sich Tusch. „Die kommende Regelung wird für höhere Einnahmen sorgen. Dieses Geld gilt es in die Zukunft zu investieren, vor allem in die Beschäftigten. Kein Hotel kann seinen Betrieb ohne top motivierte MitarbeiterInnen führen“, betont Tusch.

In die Zukunft investieren heißt für Tusch auch für höhere Löhne und Gehälter, Weiterbildung und neue Standorte zu sorgen. Nur so kann die gebeutelte Tourismus-Branche ihr Image aufbessern und sicherstellen, dass es auch künftig genügend Fachkräfte geben wird. „Dann bräuchten wir auch keine abstrusen Vorschläge von Seiten der Wirtschaft, dass Jugendliche aus dem Osten in den Westen gekarrt werden sollen, um dort die Lehrlingsknappheit aufzufangen“, hält der vida-Gewerkschafter fest.

Einheitliche Regeln auch bei Airbnb gefragt

„Wir werden die heimischen Hoteliers beim Wort nehmen, dass ihre künftigen Mehreinnahmen, wie sie selbst versprechen, in die Schaffung neuer Arbeitsplätze und Standortinvestitionen fließen! Die Lohn- und Investitionsspirale muss sich jetzt nach oben drehen“, so Tusch. Den Schwung der kommenden gesetzlichen Änderungen will der vida-Gewerkschafter zudem mitnehmen, um auch bei Onlineplattformen wie Airbnb härter durchzugreifen. „Der Graubereich in Sachen Beherbergung muss beendet werden, im Sinne von Steuervorgaben sowie Rechts- und ArbeitnehmerInnenschutz fordere ich eine österreichweite Lösung“, so Tusch abschließend.

 

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