Um dir bestmögliches Service zu bieten, speichert vida.at Informationen über deinen Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Mehr Infos
vida

Beschäftigte dürfen bei Fusion der Sozialen Dienste nicht die Verlierer sein

Hochwertige Pflege und Betreuung gibt es nicht zum Schleuderpreis.

„Die abgegeben Versprechen müssen umgesetzt werden! Darauf werden wir werden ganz genau achten“, stellt Helmut Gruber, Vorsitzender der vida Wien, im Vorfeld der angekündigten Zusammenführung der Wiener Sozialdienste Alten- und Pflegedienste GmbH und der Sozial Global AG klar. „Die Beschäftigten dürfen durch den Zusammenschluss keine Nachteile erleiden. Bei Elefantenhochzeiten geht es neben Marktmacht und Synergieeffekten leider auch zu oft um Personaleinsparungen“, warnt Gruber.

Weg mit dem Rotstift

Die beiden zukünftigen Partner kündigen für ihre MitarbeiterInnen mehr Qualifizierungsmöglichkeiten, bessere Planbarkeit der Dienstzeiten und höhere Arbeitsplatzsicherheit an. „Das gilt es umzusetzen“, so der Gewerkschafter. Gruber fordert, dass die Betriebsratsvorsitzenden und VertreterInnen der Gewerkschaft bei den finalen Fusionsgesprächen mit am Tisch sitzen: „Niemand in Wien würde es verstehen, wenn hier hinter verschlossenen Türen etwas ausverhandelt wird und die Vertretung der Beschäftigten außen vor gelassen und dann vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Die Gespräche müssen mit uns und den starken VertreterInnen der Betriebsratskörperschaften auf Augenhöhe zum Wohle der Beschäftigten geführt werden!“

Kampf um jeden Arbeitsplatz

Die KollegInnen in den beiden Betrieben leisten tagein und tagaus hervorragende Arbeit und sorgen für hochwertige und menschenwürdige Pflege und Betreuung. Sie verdienen Anerkennung und Wertschätzung, aber nicht nur verbal sondern auch finanziell mit gerechten Löhnen und Gehältern. „Gerade in Zeiten ständig steigender  Arbeitsanforderungen und -belastungen darf nicht weiter gespart werden“, mahnt Gruber. Er verweist darauf, dass 80 Prozent der Beschäftigten im Bereich Soziale Dienste Frauen sind: „Nach wie vor wird ihre Leistung viel zu oft unterbewertet und ihre Aufstiegsmöglichkeiten sind im Vergleich zu den männlichen Kollegen oft begrenzt und kämpfen mit einer mangelnden Vereinbarkeit von Beruf und familiären Verpflichtungen. Trotz all dieser Hindernisse leisten sie tolle Arbeit und wir werden nicht zulassen, dass ihre wertvollen Arbeitsplätze durch die Fusion vernichtet werden. Wir werden, im Fall des Falles, um jeden einzelnen kämpfen!“

Qualität muss etwas wert sein

Die hohe Pflegequalität bei den Wiener Sozialdienstleistern zu erhalten muss oberste Priorität haben. Eine Optimierung der Kostenstruktur, wie von den Sozialdienstleistern angekündigt, darf keine finanziellen Nachteile für die Beschäftigten bringen. „Nur motivierte Beschäftigte leisten gute Arbeit. Umso wichtiger ist es, dass Beschäftigte auch Arbeitsbedingungen haben, die sicherstellen, dass Pflege und Betreuung auf hohem Niveau möglich sind. Pflege braucht Profis. Nicht die Quantität der Fachkräfte sondern ihre Qualität ist entscheidend. Und Qualität hat ihren Preis“, so Gruber abschließend.

 

Artikel weiterempfehlen