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Gewerkschaft vida: Klischees in Berufswelt endlich über Bord werfen

Volle Unterstützung für Boys´ Day

In vielen Berufen herrscht Not am Mann. Viel zu oft auch deswegen, weil junge Burschen sich davor scheuen "typische Frauenberufe" zu ergreifen. "Daher ist der heutige österreichweite Boys´ Day so wichtig. Hier werden jungen Männern Berufe näher gebracht, die abseits vom KFZ-Mechaniker und Techniker liegen", so Yvonne Rychly, stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft vida Wien. "Ich freue mich sehr, dass sich der Sozialbereich derart stark am heutigen Aktionstag beteiligt. Gerade in der Pflege, im Gesundheitsbereich und auch bei der Erziehung sind junge Männer stark nachgefragt. Wir wissen, dass etwa im Bereich der Pflege acht von zehn Beschäftigten Frauen sind. Hier eröffnen sich tolle Jobchancen für den männlichen Nachwuchs. Wir müssen dringend das Image der sozialen Berufe verbessern und die leidigen Gender-Gaps endlich schließen", fordert Rychly.

Geschlechterrollen am Arbeitsmarkt müssen endlich weg

„In Zukunft muss es endlich Normalität werden, dass wir jungen Menschen die Möglichkeit geben, einen Beruf zu wählen, der nicht von ihrem Geschlecht, sondern von ihren Fähigkeiten und Interessen bestimmt wird. Traditionelle Vorstellungen gehören endlich eingemottet“, fordert auch Markus Della-Pietra, Vorsitzender der vida-Jugend. „Wir müssen Burschen viel mehr Mut machen, auch „männeruntypische“ Berufe auszuüben. Unsere Gesellschaft wird immer älter. Der Bedarf an Fachkräften in der professionellen Betreuung steigt stetig an.  Ältere oder kranke Menschen verdienen die beste Unterstützung und Pflege. Jobs in diesem Bereich haben eine tolle Zukunft und sind krisensicher. Jugendliche, die ausgetretene Jobpfade mutig verlassen, werden am Ende als Gewinner dastehen“, ist der Gewerkschafter überzeugt.

Viele Berufsgruppen würden mehr männliche Bewerber mit offenen Armen aufnehmen. „Das auch tatsächlich zu schaffen, muss unser Ziel sein. Der Boys‘ Day ist eine gute Möglichkeit, um das Interesse von jungen Männern an ihnen meist wenig bekannten Berufen zu steigern. Es muss uns gelingen, ihnen zu zeigen, dass ihnen alle beruflichen Wege offenstehen – auch in Berufen von denen sie vielleicht noch nie gehört haben bzw. die sie nie am Radar hatten. Eines zeigt sich jedoch auch: Wenn Männer in „klassische Frauenberufe“ drängen, steigt das Lohnniveau in diesem Bereich. Eine ausgewogenere Verteilung der Geschlechter hilft uns somit auch beim dringend notwendigen Schließen der Einkommensschere“, schließt Rychly.

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