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Sozialpartner: Lohn- und Gehaltsabschluss für MitarbeiterInnen im Hotel- und Gastgewerbe

Ab 1. April 2021 steigen Löhne im Durchschnitt um 2,22 Prozent und Gehälter um 2,25 Prozent.

„Ein fairer und wertschätzender Abschluss für die ArbeiterInnen und Angestellten im Hotel- und Gastgewerbe, der auch die ausgesetzte Lohn- und Gehaltsanpassung für das Jahr 2020 einschließt. Wir möchten trotz achtem Lockdown-Monat ein deutliches Signal in Richtung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter senden, die ebenso wie wir darauf warten, endlich wieder durchstarten zu können“, kommentieren Susanne Kraus-Winkler und Mario Pulker, die Verhandlungsführer der Fachverbände Hotellerie und Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), den aktuellen Abschluss des Kollektivvertrags für die Arbeiter und Angestellten in der Hotellerie und Gastronomie. „Die Kolleginnen und Kollegen mussten in den vergangenen zwölf Monaten so viel hinnehmen, ohne dass sie die geringste Schuld trifft. Mehrmals wurden ihnen die Türen der Betriebe coronabedingt vor der Nase zugesperrt. Der erzielte KV-Abschluss ist mehr als gerechtfertigt“, ergänzt Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus der Gewerkschaft vida.

Der Abschluss regelt die Lohn- und Gehaltssteigerungen. Die Löhne und Gehälter steigen in den einzelnen Gruppen jeweils um Fixbeträge. Im Durchschnitt sind das ab 1. April 2021 bei den Löhnen 2,22 Prozent und bei den Gehältern 2,25 Prozent und ab 1. Mai 2022 bei den Löhnen und Gehältern 2,33 Prozent. Eine Erhöhung der Zulagen erfolgt ab 1. Mai 2022. „Gerade für die Tourismusbranche ist die Corona-Pandemie eine enorme Belastungsprobe. Umso erfreulicher ist es, nach Monaten der ‚Schockstarre‘ wieder Bewegung bei der Lohn- und Gehaltsentwicklung zu sehen. Das ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft für alle Beteiligten“, wertschätzt GPA-Gewerkschaftssekretär Andreas Laaber den Abschluss.

Die Lehrlingseinkommen werden über der Inflation angehoben und steigen ab 1. April 2021 durchschnittlich sogar um 3,28 Prozent und ab 1. Mai 2022 um 3,18 Prozent. Umgerechnet sind das 15 Euro pro Monat pro Lehrjahr mehr. „Die Erhöhung bei den Lehrlingen freut mich ganz besonders, denn das sind die Fachkräfte von morgen. Wir müssen aber weiter daran arbeiten, die Branche attraktiv für junge Menschen zu gestalten“, sagt vida-Gewerkschafter Tusch.

Gleichzeitig mit Inkrafttreten des neuen Kollektivvertrags beginnt mit 1. April 2021 auch die neue Kurzarbeitsperiode. Die Sozialpartner haben sich hier darauf verständigt, einen optionalen Trinkgeldersatz einzuführen und ersuchen die Betriebe, diese Option bei der Beantragung der Kurzarbeit zu prüfen.

„Es waren und sind herausfordernde Monate für alle, die im Tourismus arbeiten, und wir wissen, dass die Wiedereröffnung für Betriebe sowie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Tätigkeit unter massiv geänderten Rahmenbedingungen zur Folge haben wird“, betonen Pulker und Kraus-Winkler. Mit guten Präventionskonzepten sei man aber bestens vorbereitet und freue sich, gemeinsam mit den vielen motivierten MitarbeiterInnen sobald als möglich wieder Gäste empfangen zu können.

Sowohl die ArbeitgeberInnen- als auch die ArbeitnehmerInnen-Seite unterstreicht das konstruktive und gute Klima bei den KV-Verhandlungen. „Wir hoffen, dass dieses Klima auch für die kommenden Herausforderungen, die auch die noch andauernde Corona-Pandemie mit sich bringt, anhalten wird“, schließen Pulker, Kraus-Winkler, Laaber und Tusch unisono.

 

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