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Gewerkschaft vida unterstützt Greenpeace-Forderungen nach Investitionen in Klimaschutz

Positive Effekte auf Beschäftigung und Ausbildungsplätze durch höhere Investitionen in den öffentlichen Verkehr zu erwarten.

„Mit den Forderungen nach massiven Investitionen in den Klimaschutz zeigt Greenpeace auf, dass Klimapolitik Hand in Hand mit positiven Beschäftigungseffekten für beispielsweise hochqualifizierte Green Jobs im öffentlichen Verkehr einher gehen kann“, unterstützen Günter Blumthaler, Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn in der Gewerkschaft vida, und Karl Delfs, vida-Bundefachsekretär für den Bereich Straße, die Greenpeace-Forderungen. „Die neue Greenpeace-Analyse zeigt auf, eine ökosoziale Transformation ist möglich. Jeder investierte Euro in den öffentlichen Verkehr bedeutet auch Investitionen in Ausbildungs- und Arbeitsplätze bei Bus und Bahn“, so Delfs und Blumthaler.   

Eine ökosoziale Wende durch nachhaltige Beschäftigung sei aber vom politischen Willen abhängig, gibt Blumthaler zu bedenken. Mit einem Investitionsvolumen von 100 Millionen Euro in die Eisenbahninfrastruktur werden laut Studien 1.500 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. „Davon profitieren alle – die Beschäftigten, die Bau- und Zulieferwirtschaft, die KMUs, welche 80 Prozent der Infrastrukturaufträge erhalten, und natürlich auch die vielen PendlerInnen sowie das Klima und die Umwelt“, so der vida-Gewerkschafter. Delfs fordert zudem im Sinne der Schaffung umweltfreundlicher Jobs und einer Steigerung des öffentlichen Verkehrsangebots, dass es für Busse Tarifsenkungen bei der Maut geben müsse.

Die neue Input-Output Analyse von Greenpeace beziffert das volkswirtschaftliche Potenzial von Klimaschutz-Konjunkturpaketen für den Arbeitsmarkt, den gesamtwirtschaftlichen Output sowie die Erreichung von Österreichs Klimazielen. Es zeige sich laut Greenpeace, dass mit je 100 Millionen Euro an fiktiver Investitionshöhe in thermische Sanierung, Photovoltaik und öffentlichen Verkehr, alleine im ersten Jahr insgesamt rund 12.000 neue, sichere Arbeitsplätze geschaffen, über 1,6 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung erarbeitet sowie über 80.000 Tonnen CO2 eingespart werden könnten. Greenpeace fordert von der Bundesregierung dieses Potenzial durch einen grünen Wiederaufbau nach der Corona-Krise auszuschöpfen und sämtliche Konjunkturpakete einem Klimacheck zu unterziehen.

Die vollständige Greenpeace-Analyse gibt es hier als Download: https://bit.ly/2zXYtX8

 

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