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Gewerkschaft vida: Hotellerie-Öffnung erfreulich, aber Schutz und Perspektive für Beschäftigte gehen vor

vida-Tusch: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen im Tourismusland Österreich nicht die Dummen sein“

Bundesministerin Köstinger trat am Montag vor die Presse und präsentierte Details zum Aufsperren der österreichischen Hotellerie am 29. Mai. Neben Abstandsregelung und Mund-Nasen-Schutz(MNS)-Pflicht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Gästekontakt gelten auch die bereits bekannten Regelungen für die Gastronomie-Bereiche. „Wir begrüßen es wirklich sehr, dass die Hotels wieder aufsperren und die Gastronomie das bereits getan hat. Die vergangenen Wochen waren sehr herausfordernd und eine Belastung für alle Beteiligten“, sagt Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida.  

Dennoch hätten die ersten Tage nach der Wiedereröffnung der Gastronomie gezeigt, dass es Nachschärfungen bei den Verhaltensregeln braucht. „Die Maßnahme der Bundesregierung, dass Gastronomie-Kunden den Mund-Nasen-Schutz nur im Eingangsbereich der jeweiligen Betriebe tragen müssen, hat sich als fatal erwiesen und ist inakzeptabel, da die Gäste weder beim Aufsuchen der Toilette noch beim Verlassen der Gaststätte Masken tragen. Es braucht das verpflichtende Tragen in allen geschlossenen Bereichen, sowohl in der Gastronomie als auch in Hotels. Gäste sollen ihre Masken nur dann nicht tragen müssen, wenn sie am zugewiesenen Tisch sitzen oder sich im Hotelzimmer befinden“, stellt Tusch klar. „Der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Gäste und in weiterer Folge der ganzen Bevölkerung muss hier klar Vorrang haben.“ Eine Infektion könne ernste Folgen für den Betrieb sowie für alle Gäste haben, mit denen ein infizierter Mitarbeiter Kontakt hat. 

Abgesehen von diesem Aspekt fehlen Tusch im Präsentierten klare Maßnahmen, wie der Ausfall von internationalen Gästen kompensiert werden soll. „Tausende Menschen, die in international geführten Häusern beschäftigt sind und waren, bangen um ihren Arbeitsplatz oder haben diesen schon verloren. Es braucht dringend Maßnahmen, die Sicherheit und Perspektiven geben. Wir haben ein eigenes Kurzarbeitsmodell vorgeschlagen, das abgelehnt wurde. Was ist die Alternative? Im Tourismusland Österreich sind die Tourismusbeschäftigten derzeit die Dummen“, schließt Tusch.

 

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