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Coronavirus - Do&Co entledigt sich 1.234 MitarbeiterInnen

vida-Tusch: „Die Corona-Krise darf für Betriebe nicht der Grund sein, Beschäftigte zu feuern“

Entsetzt zeigt sich Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida, über das unsoziale Verhalten des größten Gastronomiebetreibers Österreichs: „Do&Co-Chef Attila Dogudan setzt in Zeiten der Corona-Krise in seinen Betrieben, ohne mit der Wimper zu zucken, mindestens 800 MitarbeiterInnen frei. Weder mit BetriebsrätInnen noch mit uns hat es im Vorfeld Gespräche über Krisenmaßnahmen wie Kurzarbeit oder andere Lösungsansätze gegeben. Dass Herr Dogudan hier seine Leute in Bausch und Bogen einfach beim AMS anmeldet, ist untragbar!“

Do&Co hat im vergangenen Jahr an seine Aktionäre über 8 Millionen Euro an Gewinn ausgeschüttet und weist in seinen Büchern eine Gewinnrückstellung von mehr als 100 Millionen Euro auf, so Tusch: „Niemand kann mir erklären, wie man angesichts dieser Zahlen nicht sozialer mit den Menschen umgehen kann.“

Dass es gerade in diesen herausfordernden Wochen und Monaten vor allem für die Tourismusbranche Hilfestellungen braucht, steht für den vida-Gewerkschafter außer Zweifel: „Wir sind seit Tagen im Dauereinsatz und im Krisenmanagement und versuchen Lösungen zu finden. Spätestens kommende Woche gibt es die notwendigen Kurzarbeitsvereinbarungen, die es braucht, um Betriebe auch nach möglichen Totalschließungen wie sie bereits in Tirol angekündigt wurden, gut über die Runden zu bringen.“

Was nicht hilft, „sind Schritte wie sie Herr Dogudan gerade setzt. Vor der Krise haben Betriebe teils verzweifelt MitarbeiterInnen gesucht. Jetzt in der aktuellen herausfordernden Situation sehen wir, was manchen Unternehmern ihre Beschäftigten wert sind. Unsolidarisches Verhalten ist jetzt nicht angebracht. Ganz im Gegenteil – jetzt ist der Zeitpunkt um zusammenzustehen und gegenseitig aufeinander zu schauen. Ich fordere Herrn Dogudan auf, die ausgesprochenen Kündigungen umgehend zurückzuziehen und sich mit uns an den Verhandlungstisch zu setzen, um geeignete Maßnahmen für seine sonst gut gehenden Betriebe zu finden.  Klar ist: Wenn diese Krise vorbei ist, werden wir uns ganz genau ansehen, wie Herr Dogudan mit seinen ArbeitnehmerInnen umgeht“, schließt Tusch.

 

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