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Bahn-KV: Warnstreik am 28.11.

UPDATE: KV-Verhandlungen bis heute Sonntag, 27.11., 11 Uhr unterbrochen.

++ Update vom 27.11.2022, Früh +++

Die KV-Verhandlungen sind in der Nacht von 26.11.2022 auf 27.11.2022 vorerst unterbrochen worden. Es wird am heutigen Sonntag, 27.11.2022, ab 11.00 Uhr weiter verhandelt.

>>> vida-Faktencheck KV Eisenbahn 2022 (PDF Download)

++ Update vom 25.11.2022 ++

Die Verhandlungsführer haben sich auf einen Termin zur Fortführung der KV-Verhandlungen verständigt. Es wird am Samstag, 26.11. 2022, ab 16 Uhr verhandelt. Die Vorbereitungen für den österreichweiten 24-stündigen Warnstreik (0 bis 24 Uhr) im Eisenbahnbereich am Montag, 28.11.2022, laufen parallel zu den Verhandlungen weiter. Klar ist, dass bei den morgigen Verhandlungen ein vertretbares Ergebnis zustande kommen muss. 

>>> Hier findest du die Presseaussendung dazu

++ Update vom 23.11.2022 ++

Der ÖGB hat die Streikfreigabe erteilt!

>>> Hier findest du die Presseaussendung dazu 

Ein Infoblatt zur Streikunterstützung der Gewerkschaft vida
sowie das Auszahlungsformular findest du im Downloadbereich
bei diesem Artikel.

vida beantragt Streikfreigabe beim ÖGB

Am 20. November 2022 fand die 5. Sonder-KV-Verhandlungsrunde für die 50.000 Beschäftigten in der Eisenbahnbranche statt. „Wir mussten mit Verwunderung zur Kenntnis nehmen, dass die Arbeitgeber gestern nach einem nur kosmetisch geschönten Angebot die Bahn-KV-Verhandlungen ohne ersichtlichen Grund abgebrochen haben und die heutigen Verhandlungen verweigern“, sagt Gerhard Tauchner, stv. Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn in der Gewerkschaft vida und Leiter des vida-KV-Verhandlungsteams.

„Nach den heutigen Beratungen in den Gremien hat sich klar herausgestellt, dass dieser Mangel an Wertschätzung für die Leistungen der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner inakzeptabel ist. Wir haben daher beim ÖGB eine Streikfreigabe für einen österreichweiten Warnstreik im gesamten Eisenbahnbereich am Montag, 28. November 2022, von 0 bis 24 Uhr beantragt. Unabhängig davon bleiben wir verhandlungsbereit und fordern die Arbeitgeber auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.“

Gerhard Tauchner, stv. Vorsitzender vida-Fachbereich Eisenbahn
und Leiter des vida-KV-Verhandlungsteams

"Kosmetisch geschöntes "Angebot der Arbeitgeber

„Die Arbeitgeber haben ein Angebot unterbreitet, welches angesichts der weiterhin steigenden Inflation Reallohnverluste von bis zu zwei Prozent bedeuten würde. Wir sind den Arbeitgebern in der gestrigen Verhandlungsrunde mehrfach entgegengekommen, und haben unter anderem unser Angebot auf 400 Euro monatlich auf KV- und IST-Löhne angepasst. Auf unsere Forderung nach einer Abgeltung der nachweislich erfolgten Produktivitätszugewinne sind die Arbeitgeber nach fünf Verhandlungsrunden noch immer mit keinem einzigen Wort eingegangen“, so Tauchner.

Beschäftigte nicht länger geringschätzen

„Unserer Forderung nach einem monatlichen Fixbetrag würde insbesondere den niedrigen und mittleren Einkommen nachhaltig zugutekommen“, betont Tauchner weiter, dass der Unmut in den Belegschaften von Tag zu Tag wachse. „Ich appelliere daher an unseren Verhandlungspartner, Fachverband Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Vernunft einkehren zu lassen, kreative Zahlenspiele in der Öffentlichkeit zu unterlassen und umgehend seriös mit uns weiter zu verhandeln“, so Tauchner.

„Mit Löhnen unter 2.000 Euro brutto im Monat – wie etwa im boomenden Nachtzuggeschäft – wird sich der Personalmangel nicht beheben lassen. Nicht umsonst haben sich einzelne Bahnbetriebe wie etwa die ÖBB dazu bereit erklärt, freiwillig 2.000 Euro Mindestlohn im Unternehmen einzuführen.“

Gerhard Tauchner, stv. Vorsitzender vida-Fachbereich Eisenbahn 
und Leiter des vida-KV-Verhandlungsteams

Der Wirtschaftskammer sollte bewusst sein, dass sie zunehmend zum Verhinderer des öffentlichen Verkehrs und seiner wichtigen Rolle beim Klimaschutz wird und die österreichische Position als Bahnland Nummer eins in der EU gefährdet. Mehr umweltfreundlichen Bahnverkehr in Österreich kann es nur mit ausreichendem Personal geben und dafür braucht es attraktive Löhne- und Gehälter, von denen man auch angesichts Rekordinflation gut leben kann“, bekräftigt Tauchner.    

Stärke uns den Rücken

Gerade in Zeiten wie diesen gilt es gemeinsam für einen starken Lohnabschluss zu kämpfen. Klar ist, dass es sich 2022 um keine normale Lohnrunde handeln wird und wir einen Abschluss brauchen werden, der ein starkes Fundament bildet. Dieses Fundament muss den schweren Aufgaben, welche auf den gesamten Sektor zukommen werden, Stand halten. Bereits heute ist klar, dass wir 2022 vielerorts einen Preisschock erleben werden – sei es bei Krediten, Versicherungen aber vor allem bei den lebensnotwendigen Gütern. Sicher ist, je stärker wir als deine Arbeitnehmervertretung sind, desto mehr können wir für dich bei den Verhandlungen rausholen. Auch du kannst mithelfen! 

Hier siehst du Impressionen von den österreichweiten Betriebsversammlungen in Eisenbahnbetrieben:

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