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Flughafen Wien

Mehr Lohn für Sicherheitspersonal! Betriebsversammlung am 22. November.

Am kommenden Dienstag, 22. 11. 2022, um neun Uhr früh findet bei der Flughafen-Tochter Vienna International Airport Security Services (VIAS) eine Betriebsversammlung statt. VIAS-Betriebsratsvorsitzender Walter Burianek rechnet mit einer hohen TeilnehmerInnenzahl in Höhe von 600 bis 800 Personen.

„Die Teuerung hat extrem zugeschlagen, es kündigen viele. Sie wissen nicht mehr, wie sie die Rechnungen zahlen sollen.“

Walter Burianek, VIAS-Betriebsratsvorsitzender

Arbeitsdruck gestiegen

Grund für die Informationsveranstaltung von vida und dem Betriebsrat ist der Hungerlohn, mit dem die VIAS-MitarbeiterInnen auskommen müssen. So beträgt der Einstiegsstundenlohn aktuell 9,94 Euro brutto, das macht 1.722 Euro brutto bei 40 Wochenstunden. Erst bis zum 16. Dienstjahr steigt der Stundenlohn dann auf 11,40 Euro brutto. Die VIAS beschäftigt derzeit 950 MitarbeiterInnen, die rund um die Uhr die Sicherheitskontrollen von Passagieren und Handgepäck durchführen. Vor der Pandemie waren es 1.300 Beschäftigte. Das bedeutet, auch der Arbeitsdruck ist gestiegen, denn das Fluggeschäft nach den beiden Pandemiejahren ist seit dem heurigen Sommer längst wieder massiv angelaufen.

„Die Passagierkontrolle ist der größte Niedriglohnbereich in der österreichischen Luftfahrt.“

Daniel Liebhart, Vorsitzender vida-Fachbereich Luftfahrt

Wenig Lohn also, obwohl die Sicherheitskontrolle sehr anspruchsvoll und mit hoher Verantwortung verbunden ist, erklärt Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida im Interview mit dem „KURIER“.

Hohe Personalfluktuation

Die Fluktuation bei VIAS ist hoch. Nur wenige Beschäftigte bleiben länger als vier Jahre. „Wir fordern eine Angleichung des Lohnniveaus an jenes auf deutschen Flughäfen“, betont Liebhart. Im Nachbarland werden die Löhne für Flughafen-Kontrollorgane bis April 2023 auf einen Stundenlohn von 20,60 Euro brutto harmonisiert. Das entspricht einer Verdoppelung des österreichischen Stundenlohns.

Lösung auf Betriebsebene finden

Am Montag, 14. 11. 2022, hat ein Gespräch zu den vida-Forderungen mit dem KV-Partner Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) stattgefunden. Die Wirtschaftskammer möchte derzeit noch nicht in KV-Verhandlungen eintreten. „Zwischen den Sozialpartnern herrscht aber ein Verständnis, dass auf Betriebsebene eine Lösung für ein attraktiveres Lohnsystem für VIAS gefunden werden muss und diese Ergebnisse dann in die regulären Verhandlungen, zum Mai 2023, in den gesamten Flughafen-Kollektivvertrag einfließen sollen“, erläutert Liebhart im „KURIER“. „Wir haben fünf Monate Gespräche auf Betriebseben gehabt, aber es ist kein Angebot von der Gegenseite gekommen“, ergänzt Burianek in der Tageszeitung.

Aufgrund der Betriebsversammlung am 22.11. am Flughafen Wien können längere Wartezeiten für Passagiere nicht ausgeschlossen werden.

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