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Heißer Herbst nimmt Fahrt auf

Gewerkschaft vida Oberösterreich fordert Sonder-KV-Verhandlungen.

Die Teuerung setzt den Menschen immer mehr zu. In den Sommermonaten Juli und August stieg die Inflation auf ein Rekordhoch von über neun Prozent. Die Regierung agiert allerdings sehr zögerlich und schaut zu, wie die Menschen für Lebensmittel, Energie, Sprit und Wohnen immer tiefer in die Tasche greifen müssen. Gleichzeitig fahren Konzerne satte Übergewinne ein. Am 17. September organisiert der ÖGB Demos in ganz Österreich, um der Forderung „Preise runter!“ Nachdruck zu verleihen. „Die Bundes- und die Landesregierung müssen endlich begreifen, dass die Teuerung mit einer Kraft über uns hinwegbraust, die nicht nur die Armutsgefährdeten, sondern mittlerweile den gesamten Mittelstand bedroht“, sagt ÖGB-Landesvorsitzender Andreas Stangl im Rahmen eines Pressegesprächs am 15. September - gemeinsam mit VertreterInnen der Fachgewerkschaften. 

Preise runter statt Einmalzahlungen

„Die Lage wird sich im Winter weiter zuspitzen. Wir brauchen deutlich mehr als einen Strompreisdeckel und Einmalzahlungen. Die politisch Verantwortlichen müssen jetzt handeln!“, unterstreicht ÖGB-Landesvorsitzender Stangl. Nachhaltige Lösungen seien nun gefragt. „Einmalzahlungen bewirken gar nichts gegen die steigende Inflation. Und ihre Wirkung in der Geldbörse verpufft rasch, denn die Preissteigerungen bleiben uns leider erhalten“, sagt Stangl. „Die Einmalzahlung erscheint im ersten Jahr positiv. Wir brauchen aber eine deutliche Entlastung.

Ordentliche Lohn- und Gehaltserhöhungen

Stangl stellt zudem klar, dass nicht die Löhne und Gehälter die Inflation in die Höhe getrieben hätten. „Forderungen nach Zurückhaltung bei Lohnverhandlungen sind mehr als entbehrlich. Schließlich fordert auch niemand Unternehmen auf, sich bei der Preisgestaltung zurückzuhalten. Wenn man sich die wirtschaftlichen Daten und Dividendenauszahlungen anschaut, ist klar, dass wir keine Lohn-Preis-Spirale, sondern höchstens eine Gewinn-Preis-Spirale haben.“ Auch Spekulation sei ein Preistreiber, Spekulation auf Lebensmittel müsse unterbunden werden. 

Sonder-KV-Verhandlungen - JETZT!

Die Gewerkschaft vida vertritt viele Menschen in Branchen, deren Einkommen am unteren Ende des Spektrums angesiedelt sind. „Wir wollen deshalb die Lohnverhandlungen auf den Herbst vorziehen", betont der Landesvorsitzende der Gewerkschaft vida in Oberösterreich, Helmut Woisetschläger, beim Pressegespräch.

„Uns ist klar, die anstehenden Lohnrunden werden eine harte Auseinandersetzung. Aber es braucht jetzt steigende Löhne. Lohnabschlüsse, die unter der Inflation liegen, werden wir heuer nicht akzeptieren – die vida wird hierbei auch keine Arbeitskonflikte scheuen. Es braucht eine deutliche Reallohnerhöhung für alle. Die Gewerkschaften verhandeln im Herbst den Ausgleich für die zurückliegenden Monate, und da wurde überhaupt keine Teuerung ausgeglichen. Für manche gab es Kurzarbeit. Wir fordern die Verankerung von 2.000 Euro Bruttomindestlohn in den Kollektiverträgen für Branchen, die noch unter diesem Wert liegen."

Helmut Woisetschläger, Landesvorsitzender vida Oberösterreich

Im Downloadbereich findest du die Presseunterlage zum Pressegespräch von ÖGB und Fachgewerkschaften vom 15. September 2022.

 

+++ Infos zur Demo – Route und Zeitplan +++

Die Demo in Linz startet am 17. September 2022 um 14 Uhr im Linzer Volksgarten. Die Demoroute führt über die Kärntnerstraße in die Waldeggstraße und über Sandgasse, Kapuzinerstraße und Klammstraße auf die Promenade. Dort findet eine Schlusskundgebung mit PRO-GE-Bundesvorsitzendem Rainer Wimmer, ÖGB-Landesvorsitzendem Andreas Stangl und ÖGB-Frauenvorsitzender Elfriede Schober statt. Der Beginn der Abschlusskundgebung ist um 15 Uhr geplant.

 

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