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Muttersprachliche Beratung vor dem Aus

Schicken wir dem Arbeitsminister einen Brief: Fördergelder nicht einstellen!
In Zeiten von großer Not und Verzweiflung ist eines wichtig: jemand, mit dem man sprechen kann. Jemand, der einem hilft – schnell und ohne großen Aufwand. Für Menschen, die Probleme im Job haben und deren Muttersprache nicht Deutsch ist, gibt es so eine Stelle: Die muttersprachliche Beratung im ÖGB. Das Projekt bietet ArbeitnehmerInnen aus Rumänien, Bulgarien, Ungarn, der Türkei und dem arabischen Raum Informationen und Beratungen ohne sprachliche Barrieren. Die Erfolgsgeschichte könnte Mitte August jedoch ein jähes Ende finden – das österreichweite Projekt steht nämlich vor dem Aus, da das Arbeitsministerium keine weiteren finanziellen Mittel zur Verfügung stellen will.
Wichtiger Rettungsanker 
 
„Das wäre ein herber Rückschlag und eine Katastrophe für die KollegInnen, die sich an uns wenden und Hilfe suchen. Viele von ihnen sind undokumentiert beschäftigt, werden gnadenlos ausgebeutet und haben keinen Zugang zu Sozialleistungen. Sie brauchen uns."

Radu Plămădeală, ÖGB-Berater (Rumänisch und Russisch)
 
Die muttersprachliche Beratung bietet kostenlose Unterstützung bei Behördenwegen, Kommunikation und Kontakthaltung mit Vereinen und Botschaften. Viele KlientInnen können so aus der Illegalität in legale Beschäftigungsverhältnisse geholt werden. Von all dem profitiert auch der Staat Österreich – durch legale Beschäftigungsverhältnisse werden Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge eingezahlt, die unser Gesundheitssystem und unseren Wohlstand sichern. 
Projekt-Aus trifft uns alle
 
Wie wichtig es ist, das Projekt weiterzuführen, beweist ein Blick auf die Zahlen: Allein von Mai 2019 bis April 2021 wurden insgesamt 3.434 Beratungen durchgeführt. Die meisten davon auf Bulgarisch, gefolgt von Arabisch Rumänisch und Russisch. Das Aus für das Erfolgsprojekt hätte weitreichende Folgen: Firmen könnten so ungehindert, viele Beschäftigte ausbeuten, ohne dass die Öffentlichkeit davon erfährt. Zudem entgehen dem Staat – und somit uns allen – wichtige Einnahmen, die unser soziales Wohlfahrtssystem absichern. 
 
Schicken wir Arbeitsminister Kocher viele Briefe!
 
Setzen wir ein starkes Zeichen und beweisen, dass es uns nicht egal ist, 
dass KollegInnen schutzlos ihrem Arbeitgeber ausgeliefert sind.
 
Bitte schicke unseren Brief (siehe Download)
an Arbeitsminister Kocher.
 
Die Adresse: 
Bundesministerium für Arbeit
z. Hdn. Arbeitsminister Martin Kocher
Untere Donaustraße 13-15
1020 Wien
 
Alternativ schicke ein E-Mail an: martin.kocher@bma.gv.at
 
Danke für deine Unterstützung und Solidarität!
 
 

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