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Arbeitsplatz Intensivstation

Erschöpft und unterbezahlt: Ein Krankenpfleger im Talk.
Seit Monaten arbeiten Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich am Limit. Schon vor Corona war die Situation angespannt, die Pandemie hat die Lage aber verschärft und lässt Personal sogar überlegen, die Branche zu wechseln, bevor es ausbrennt. Im Rahmen einer neuen Folge von „vida fragt nach“ haben wir mit Joel Pachernegg, Krankenpfleger bei den Barmherzigen Schwestern in Wien, gesprochen. Er erzählt im Interview, was es braucht, damit sich die Arbeitsbedingungen wirkungsvoll verändern.
 
"Schlafen, Essen, Arbeiten - Entspannung ist nicht in Sicht!"
Joel Pachneregg, Krankenpfleger
 
Pachernegg betont, dass an mehr Personal kein Weg vorbeiführt. Mit seinen 30 Arbeitsstunden würde er es ohne Corona aushalten, durch die Pandemie werden aus 30 Stunden oft deutlich mehr. Viele Kolleginnen und Kollegen arbeiten aber Vollzeit und waren schon vor Corona erschöpft. „Wir tun im Moment nicht viel mehr als Schlafen, Essen und Arbeiten, und Entspannung ist nicht in Sicht“, so der Oberösterreicher, der seinen Job liebt, aber wie er sagt, von der Regierung endlich Taten fordert.
 
Der Krankenpfleger wird im Interview sehr konkret und spricht von 20 Prozent weniger und 20 Prozent mehr Lohn. „Das würde innerhalb kürzester Zeit dafür sorgen, dass die Branche attraktiver für neuen Kolleginnen und Kollegen wird und auch die Drop-Out-Rate würde deutlich zurückgehen“, so Pachernegg, der seine Arbeit gerne noch länger machen möchte, derzeit – wie er sagt – aber nur vom guten Teamspirit und seinem Idealismus überzeugt wird.
 

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