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Sauber und sicher durch die Corona-Krise

vidaHören stellt Reinigungs- und Bewachungsbranche ins Rampenlicht.

Kolleginnen und Kollegen in der Gebäudereinigung sind aufgrund ihrer Arbeit zu Tagesrandzeiten oft unsichtbar. Trotz dieser Unsichtbarkeit haben sie während der vergangenen zwölf Monate einen großen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie geleistet. Ähnliches gilt für KollegInnen in der Bewachung. Nicht nur, dass sie oft auch bei Wind und Wetter im Freien ihre Frau oder ihren Mann stehen – sie schützen in der gegenwärtigen Corona-Krise auch Krankenhäuser und Pflegeheime. In der neuen Folge unseres Podcasts „vidaHören“ werfen wir einen Blick auf die beiden vida-Branchen. GesprächspartnerInnen von vida-Redakteur Martin Mandl sind Monika Rosensteiner, Betriebsratsvorsitzende des Reinigungsunternehmens ISS Ground Services und Vorsitzende des vida-Fachbereichs Gebäudemanagement, und Ernst Kreissler, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Firma ÖWD Bewachung.


vidaHören: Apps aller Art gehören längst zu unserem digitalen Alltag. Ernst, du bist Initiator der App „die Bewacher“(>>Google Play Store). Was kann man sich darunter vorstellen?

Ernst Kreissler: Die App dient als Informationswerkzeug für Beschäftigte in der Bewachung. Sie bekommen dort die neuesten Updates, ihren Kollektivvertrag zur Einsicht und erfahren, was sich in der Branche tut. Man kann sich Informationen zu Job und Corona holen. Hintergrund der App für mich war auch, dass MitarbeiterInnen, die noch nicht Gewerkschaftsmitglied sind, die Möglichkeit haben, Informationen zu bekommen. Außerdem ist es für mich eine gute Möglichkeit, ein Stimmungsbild zu bekommen. Mir war auch wichtig, die App als Zukunftsprojekt zu entwickeln – ich spreche hier vor allem davon, dass wir aufhören müssen, in der Branche in Firmenlogos zu denken. Wir sind eine große Berufsgruppe und es ist nicht entscheidend, welcher Firma du angehörst.

vidaHören: Inzwischen beschäftigt uns Corona bereits mehr als ein Jahr: Monika, kannst du dich noch daran erinnern, wie die ersten Reaktionen der Beschäftigten in der Reinigung zum ersten Lockdown waren? Du bist ja auch Betriebsratsvorsitzende des Reinigungsunternehmens ISS Ground Services.

Monika Rosensteiner: Die erste Reaktion war einmal – was passiert bei uns am Flughafen in Schwechat? Da war ja sofort alles zu. Ich habe gleich einmal die halbe Mannschaft verloren, das sind 250 Kolleginnen und Kollegen, weil das Gastgewerbe ja auch geschlossen wurde. Do & Co hat uns den Vertrag gekündigt. Von unserer Seite, von der Firma ISS Ground Services, hat es da aber wirklich sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem Betriebsrat und der Geschäftsführung gegeben. Sofort wurde das Thema Kurzarbeit angegangen, inzwischen dauert aber natürlich alles schon sehr lange.

vidaHören: Monika, was fordert die Gewerkschaft vida für die Beschäftigten in der Reinigung und Bewachung?

Monika Rosensteiner: Unsere politischen Forderungen sind nach wie vor Arbeitszeitverkürzung, ein Mindestlohn von 1.700 Euro und die Planbarkeit von Arbeitszeit und Freizeit, damit Arbeitszeit und Freizeit planbar ist und es nicht heißt: "Komm zu Arbeit, dann hast du zwei Stunden Freizeit und dann kommst du wieder". Genau das brauchen wir!

 

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