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Große und kleine Hürden

Karriere in der Gesundheitsbranche. vida klärt auf.

Die von der Gewerkschaft vida gemeinsam mit der SPÖ abgehaltene Pressekonferenz zum Thema Ausbildungschaos im Gesundheits- und Pflegebereich hat wachgerüttelt. vida-Gewerkschafter Gerald Mjka appellierte an die Bundesregierung, den Sager „Koste es, was es wolle“ auch wahr werden zu lassen, immerhin droht ein Personalmangel. Dieser lässt sich nur mit einer Ausbildungsoffensive abfangen.

Doch welche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten haben Kolleginnen und Kollegen eigentlich?

Wer heute 15 Jahre alt ist und sich für einen Job im Gesundheitsbereich entscheidet, kann sich derzeit zwischen zwei Schulversuchen entscheiden, zum einen eine berufsbildende mittlere Schule über drei Jahre zum Pflegeassistenten oder eine berufsbildende höhere Schule zur Pflegefachassistentin über fünf Jahre. Mit ersterer Ausbildung können junge Menschen in Spitälern, Alten- und Pflegeheimen sowie im mobilen Pflegedienst arbeiten. Jene, die sich für die fünfjährige Ausbildung entscheiden, haben mehr Befugnisse. „Nur dieser Schulversuch löst auf Sicht und für die jungen Menschen verträglich den drohenden Personalmangel. Der Schulversuch muss über diesen Status hinaus“, sagt Mjka, Vorsitzender des Fachbereichs Gesundheit in der Gewerkschaft vida. Ganz im Unterschied zur von der Regierung immer wieder ins Rennen geführte und offenbar bereits auf Schiene gebrachte Pflegelehre. „Es gibt ein ähnliches Modell in der Schweiz und die Dropout-Rate ist enorm“, sagt Sylvia Gassner, Vorsitzende des Fachbereichs Soziale Dienste, die Ausführungen Mjkas.

Geld zum Leben

Alternativ können junge Menschen ab 17 Jahren eine Ausbildung beispielsweise über die sogenannten ehemaligen Gesundheits- und Krankenpflegeschulen sowie über andere Träger wie das Vinzentinum oder das BFI absolvieren. Hier gibt es eine einjährige Variante zur Ausbildung der Pflegeassistenz oder über zwei Jahre zur Pflegefachassistenz. „Das heißt, es gibt bereits Ausbildungsmöglichkeiten sowohl für junge Menschen als auch für ältere Kolleginnen und Kollegen, die aus einer anderen Branche kommen“, sagt Mjka. „Nur muss die Ausbildung natürlich bezahlt werden, keine Frage. Die Leute sollen ja leben können davon und nicht mit ein paar Hundert Euro abgespeist werden. Und nein, es wäre fatal, wenn wir Kolleginnen und Kollegen, die in den Gesundheitsbereich wechseln wollen, verlieren, nur weil sie sich das Leben während der Ausbildung nicht leisten können“, sagt vida-Gewerkschafterin Gassner.

Für die Arbeit als – umgangssprachlich fachlich oft Diplomierte/r genannt – brauchen Interessierte ein Bachelorstudium. Auch hier fehlt es an ausreichendem Ausbildungsgeld, denn viele entscheiden sich erst nach ein paar Jahren Arbeit in der Branche für das Studium. Zudem braucht es mehr Studienplätze.

Operationsassistentin Neda Djuric erzählt uns im folgenden Video über die Herausforderungen in der Ausbildung:

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