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Starker Zusammenhalt

Mit Abstand das beste Mittel in der Corona-Krise.

Wer hätte zu Beginn des Jahres gedacht, dass sich unser Leben von einem Tag auf den anderen auf den Kopf stellt. Ein Virus hält die ganze Welt in Atem. Auch Österreich hat Corona fest im Griff. Der Einsatz der Gewerkschaft ist mehr denn je gefragt.

Blicken wir auf die ersten 100 Corona-Tage zurück. Am 25. Februar hat die Corona-Pandemie Österreich erreicht – mit drastischen Folgen für Alltag, Arbeit und Wirtschaft. Das öffentliche Leben wird in Österreich mit dem 16. März aufgrund des Corona-Virus weitestgehend stillgelegt. Es gelten Ausgangsbeschränkungen, sämtliche Lokale und die meisten Geschäfte werden geschlossen, das soziale Leben auf ein Minimum reduziert. Es herrscht Ausnahmezustand in Österreich.

Koste es, was es wolle 

Die Regierung will „alles Menschenmögliche tun, um österreichische Arbeitsplätze zu retten“, sagt Bundeskanzler Kurz am 18. März vor der Presse. Ein milliardenschweres Hilfspaket für die Wirtschaft wird geschnürt. Die Sozialpartner, also auch die Gewerkschaft, verhandeln im Eiltempo ein neues Kurzarbeitsmodell, um so viele Jobs wie möglich zu sichern. Schritt für Schritt wird Österreich wegen der Ausbreitung des Virus auf Notbetrieb heruntergefahren.

Bundeskanzler Kurz ruft alle Menschen dazu auf, sich selbst zu isolieren. Wir dürfen unsere Wohnung, unser Haus nur mehr verlassen, wenn wir zur Arbeit gehen, Lebensmittel einkaufen, anderen Menschen helfen oder spazieren gehen – alles mit einem Mindestabstand von einem Meter.

„Halten Sie durch“, appelliert der Bundeskanzler vor Ostern an alle ÖsterreicherInnen. Am Dienstag nach Ostern, den 14. April fährt unser Land nach vier Wochen und einem Tag fast Komplettstillstand langsam hoch. Erste Geschäfte werden geöffnet, Dienstleistungen angeboten, der Mund-Nasen-Schutz als ständiger Begleiter und neue Normalität eingeführt. Während die Zahl der Infizierten in Österreich sinkt, steigt die Zahl der Arbeitslosen. Ende April sind 571.000 Menschen ohne Job. Gestiegen ist aber auch die Zahl der Beschäftigten, die dank Corona-Kurzarbeit ihren Arbeitsplatz behalten können. Ende Mai sind es über 1,3 Millionen Menschen in Österreich.

Schutz und Sicherheit

Seit Tag eins der Corona-Krise laufen die Gewerkschaftstelefone heiß. Viele Beschäftigte, die wir vertreten, arbeiten in Branchen, die vom Lockdown, also von der Ausgangssperre, enorm betroffen sind. Viele haben Angst um den eigenen Arbeitsplatz. Viele haben Fragen zu Schutz und Sicherheit im Job. Viele haben Sorge, wie sie neben der Arbeit Kinderbetreuung, Heimunterreicht oder Pflege von Angehörigen unter einen Hut bekommen. Viele arbeiten aufgrund des Virus in den eigenen vier Wänden. Viele, die in einem systemrelevanten Beruf beschäftigt sind, arbeiten „draußen“ und setzen sich somit dem Infektionsrisiko aus. Sie zählen zu den sogenannten >>> Corona-HeldInnen.

Die Gewerkschaft vida hat alle Kräfte mobilisiert, um in dieser schwierigen Zeit Sicherheit und Unterstützung zu geben und ein verlässlicher Partner zu sein. Auch viele Unternehmen haben sich an uns gewandt und sich darüber informiert, wie sie ihre Beschäftigten in die Kurzarbeit bringen können. Viele von ihnen konnten wir auch überzeugen, von Kündigungen Abstand zu nehmen und stattdessen >>> Kurzarbeit zu wählen. Wir haben rund 11.000 Kurzarbeitsvereinbarungen geprüft und intensive Beratungen dazu durchgeführt. Um das alles meistern zu können, haben wir österreichweit sieben Tage die Woche im Schichtdienst gearbeitet. Viele Stunden haben wir auch in Verhandlungen mit den Sozialpartnern und VertreterInnen der Regierung verbracht.

Krisenfester Partner

Wenn wir auf die letzten Wochen zurückblicken, dann sehen wir, wie wichtig und wie entscheidend die Rolle der Gewerkschaften ist. Dass so ein umfassendes Hilfspaket wie die Kurzarbeit geschnürt wurde, das geht einzig und allein auf das Engagement der Gewerkschaften und der Sozialpartner zurück. Zurück zum Kanzler-Sager „Koste es, was es wolle“. Wir Gewerkschaften schauen darauf, dass die Kosten der Krise dem Geldbörsel entsprechend verteilt werden. Nicht ArbeitnehmerInnen sollen den Preis zahlen, sondern jene mit den ganz großen Vermögen sollen einen ganz großen Beitrag leisten. Es geht nicht nur um Kompromisse, es geht um Existenzen. Wir lassen niemanden zurück, nicht in der Krise und auch nicht nach der Krise. Auch in Zukunft stehen wir zusammen und achten darauf, dass die Rechte der ArbeitnehmerInnen gewahrt bleiben. Große Herausforderungen können wir nur gemeinsam meistern. Gewerkschaften sind starke Partner, um gut durch eine Krise zu kommen.

+++ MITGLIED SEIN SCHÜTZT +++

Hast du FreundInnen oder Bekannte, die noch keine vida-Mitglieder sind und auch Schutz in der Krise brauchen? Erzähle von uns:  >>> MITGLIED WERDEN / MITGLIED WERBEN

vida fragt nach-TIPP „VIDA FRAGT NACH“

Auf Lokaltour, im Hotel, über Österreichs Grenzen hinaus. Im Video-Gespräch mit GewerkschafterInnen, ArbeitnehmerInnen, UnternehmerInnen, Wirtschafts- und Rechts-ExpertInnen über Corona, Kurzarbeit, Home Office & Schooling, Lockdown und Wiederhochfahren. Schau rein >>> vida.at/vidafragtnach.

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