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Konjunkturlokomotive auf Schiene

vida begrüßt Öffi-Investitionspläne der Bundesregierung.

300 Millionen Euro Förderung bis zum Jahr 2023 für klimafreundliche Mobilitätsformen, das haben Klimaschutzministerin Gewessler und Finanzminister Blümel in einer Pressekonferenz heute angekündigt.

„Investitionen in die Eisenbahn und den öffentlichen Verkehr sind auf jeden Fall zu begrüßen, egal ob es jetzt Adaptierungen der Infrastruktur betrifft, die Ausbildung von Lehrlingen und eisenbahnspezifischen Berufen oder die Verbesserung der Takte, in denen die Züge und Busse österreichweit unterwegs sind."

Günter Blumthaler, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Eisenbahn

Je dichter das Angebot und je besser die Bahnhofsausstattung, umso eher steigen Menschen auf die Bahn um. Das sichert wiederum Arbeitsplätze und lässt weitere entstehen, argumentiert der vida-Gewerkschafter.

Mehr Schienenkilometer für Österreich

Auch dass nicht nur in den Fernverkehr investiert wird, sondern der Nahverkehr genauso nicht zu kurz kommen soll, freut den vida-Gewerkschafter. „Wir brauchen wieder mehr Schienenkilometer in diesem Land. Und die Elektrifizierung ist voran zu treiben“, stellt Blumthaler klar. „Es wird aber insgesamt noch mehr Anstrengung von der Bundesregierung brauchen, was finanzielle Unterstützung des öffentlichen Verkehrs betrifft.“ Die Bahnen brauchen einen klaren Auftrag und entsprechende finanzielle Mittel zu Investitionen in Ausbildung, Infrastruktur und dichteres Angebot im Personen- und Güterverkehr. Nur so würden die Bahnen zu Konjunkturlokomotiven werden und können neue Arbeitsplätze entstehen lassen.

Von der Straße auf die Schiene
Aber nicht nur für den Personenverkehr braucht es klare Bekenntnisse, sondern speziell für den Güterverkehr. „Anreize für eine Verlagerung von Gütertransport von der Straße auf die Schiene sind zwingend und umgehend notwendig. Wenn der Verkehr schrittweise anzieht, dann muss der produzierenden und verladenden Industrie die Verlagerung schmackhaft gemacht werden. Eine Verlagerungsförderung könnte eine wichtige Maßnahme sein“, sagt der Bahn-Gewerkschafter, der betont, dass die Bahnbeschäftigten in der Corona-Zeit wohl beeindruckend gezeigt hätten, dass sie unser Land am Laufen halten. Blumthaler: „Sie werden das auch weiter tun. Jeder investierte Euro schafft und erhält Jobs. In Zeiten wie diesen ist das ganz besonders wichtig.“
Über 170.000 Arbeitsplätze
Der öffentliche Verkehr sichert in Österreich rund 172.000 Arbeitsplätze. Eine Studie untermauert das: Investiert man beispielsweise 100 Millionen Euro in Eisenbahninfrastruktur, entstehen rund 1.500 zusätzliche Arbeitsplätze. „Von Investitionen in die Bahninfrastruktur profitieren natürlich auch überdurchschnittlich viele inländische Klein- und Mittelbetriebe, nämlich zu fast 80 Prozent“, sagt vida-Gewerkschafter Blumthaler.

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