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Tag der Familie

In Krise vergessen: Wegsperren von Pensionisten ist nicht schützen!

„Das Coronavirus hat von einem Tag auf den anderen die physische Verbindung der älteren mit der jüngeren Generation und generell zur Gesellschaft gekappt. Dass man Pensionistinnen und Pensionisten besonders schützen muss, ist klar. Wegsperren ist aber nicht schützen“, sagt Rudolf Srba, BundespensionistInnenvorsitzender der Gewerkschaft vida.

Seniorinnen und Senioren sind sehr oft stark in den Familienverband eingebunden und auch für die Kinderbetreuung zuständig, wenn Eltern berufstätig sind. Während der Corona-Krise standen viele Eltern mit Kleinkindern vor Herausforderungen hinsichtlich Betreuung.

Regierung gefordert

Abgesehen von besseren Kinderbetreuungsmöglichkeiten für berufstätige Eltern, braucht es vor allem sozial verträgliche Schutzmaßnahmen für alle älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger“, fordert Srba am Internationalen Tag der Familie und sieht hier die Bundesregierung in der Pflicht.


„Es kann nicht sein, PensionistInnen in den eigenen vier Wänden einfach vereinsamen zu lassen.“ 

Rudolf Srba, vida-BundespensionistInnenvorsitzender 

Der Gewerkschafter denkt bei den Schutzmaßnahmen aber nicht nur an alleinstehende ältere Menschen, „auf die man in der Krise völlig vergessen hat“. Schutz ist die eine, die psychische Situation, die durch die wochenlangen fehlenden sozialen Kontakte massiv beeinflusst wurde, die andere Herausforderung.

Alter heißt nicht gleich Risiko

Ab 65 Jahren zählt man automatisch zur Risikogruppe. "Unter den Pensionistinnen und Pensionisten gibt es jedoch eine unglaubliche Vielfalt. Es gibt 70-Jährige, die getreu den Regelungen zur Risikogruppe gehören, aber fitter und gesünder sind als manche 50-Jährige, " so Srba und fordert daher eine Veränderung der Definition von Risikogruppen.

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