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„Kündigung ist keine Option“

Unternehmer Fuith macht von Corona-Kurzarbeit Gebrauch.

Damit Unternehmen ihre MitarbeiterInnen in der aktuellen Krise nicht kündigen, wurde am Wochenende die Corona-Kurzarbeit beschlossen. Einige Unternehmer sind bereits aufgesprungen, einer davon ist Gastronom Andreas Fuith aus Wien. Er beschäftigt mehr als 20 Personen.             

Wie für jeden von uns die wichtigste Frage: Wie geht es dir?

Andreas Fuith: „Ich fühle mich gut. Ich bin aber auch ein Mensch, der nicht in Panik verfällt. Die Regierung hat Maßnahmen ausgegeben und an die hält man sich. Dazu schalte ich meinen Hausverstand ein. Das sollte dann passen. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Menschen alleine frische Luft schnappen, bevor ihnen die Decke auf den Kopf fällt.“

Du hast für deine mehr als 20 MitarbeiterInnen Corona-Kurzarbeit beantragt: Warum? 

Andreas Fuith: „Das Kündigen von Kollegen ist für mich keine Option, Kurzarbeit hingegen schon. Obwohl ich vorige Woche gewusst habe, dass da etwas kommen muss, also eine gelockerte Variante, die den Unternehmen in so einer Situation auch wirklich hilft. Ich mache mir immer Gedanken über meine Mitarbeiter. Es war in den letzten Wochen oft so, dass ich ihnen etwas gesagt habe, was sie dann am nächsten Tag in den Zeitungen oder im Fernsehen gesehen haben (lacht).“

Das heißt, du schaust auf deine MitarbeiterInnen?

Andreas Fuith: „Natürlich schaue ich auf meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie bringen ihre Leistung und ich trage Verantwortung für sie. So einfach ist das. Da sind Leute dabei, die von Anbeginn bei mir arbeiten. Wir stehen das gemeinsam durch.“
 

Wie kann man sich das vom Ablauf her vorstellen? Wie hältst du Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen?

Andreas Fuith: „Wir haben prinzipiell eine WhatsApp-Gruppe, und die wurde natürlich in den letzten zwei Wochen sehr strapaziert. Wir haben uns am Montag noch zusammengesetzt, zumindest jene die noch da waren und ich habe ihnen den Vorschlag mit der Corona-Kurzarbeit gemacht. Mit den unterschriebenen Vereinbarungen und den Einwilligungen via WhatsApp bin ich dann zum AMS gegangen und die Angelegenheit konnte auf den Weg gebracht werden.“

Apropos „gemeinsam durchstehen“: Wie lange denkst du, dass die Situation andauern wird?

Andreas Fuith: „Also ich gehe von zwei Monaten aus, in der es wirklich hart ist. Insgesamt wird es sicher ein halbes Jahr dauern, bis sich die Situation wieder entspannt und wir wieder Gas geben können.“

Viele Unternehmen zögern mit der Corona-Kurzarbeit und/oder kündigen ihre MitarbeiterInnen: Wie siehst du diese Entwicklung?

Andreas Fuith: „Wie schon erwähnt, ist Kündigen für mich derzeit kein Thema. Außerdem geht es irgendwann weiter und die Systeme werden wieder hochgefahren. Ich habe in meinem Umfeld umgehend gekurbelt und andere Gastronomen, die zum Teil wirklich verzweifelt sind, auf die Corona-Kurzarbeit hingewiesen. Außerdem biete ich meine Hilfe an. Wer Tipps braucht, kann mich gerne kontaktieren.“
 

 

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