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Arbeitsinspektorat

vida-Hebenstreit fordert personelle Aufstockung.

vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit fordert eine Aufstockung der Zahl der Arbeitsinspektoren sowie einen Maßnahmenplan gegen die steigenden Arbeitsunfälle, anstatt eines im Regierungsprogramm vorgesehenen aber aus Sicht des Arbeitnehmerschutzes wirkungslosen Bürokratieabbaus. 

Alarmierende Entwicklung

Die Arbeitsunfälle haben schon das dritte Jahr in Folge zugenommen.Während die Zahl der Kontrollen von 68.162 im Jahr 2016 bis 2018 auf 62.405 sank, stieg die Zahl der Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten im selben Zeitraum von 87.449 auf 90.176. Sind im Jahr 2016 60 Unfälle und Berufskrankheiten tödlich verlaufen, waren 2018 schon 83 Todesfälle zu verzeichnen. „Die Zahlen bestätigen, dass wir dringen mehr Arbeitsinspektoren für Kontrolltätigkeit brauchen", fordert Hebenstreit.

Bedarf besteht auch an Inspektoren mit branchenspezifischen Kenntnissen, damit bei den Kontroll- und Beratungstätigkeiten ausreichend Fachwissen genutzt werden kann, wie zum Beispiel im höchstproblematischen Bereich der Kontrollen von LKW-FahrerInnen insbesondere im grenzüberschreitenden Verkehr Richtung Süd- und Osteuropa. Laut Bericht des Arbeitsinspektorats gingen im Bereich der LenkerInnen die Kontrollen von 1.180 (2016) auf nur mehr 1.053 im Jahr 2018 zurück.

„Gerade in der Transportbranche, in der Beschäftigte immer stärker unter Druck geraten, ist es umso wichtiger, dass das Verkehrsarbeitsinspektorat erhalten und ausgebaut wird."

Roman Hebenstreit, vida-Vorsitzender
 

Unternehmer zur Verantwortung ziehen

Vor allem im LKW-Sektor brauchen wir gesetzliche Handhabe, mit denen auch die Unternehmen und nicht nur die Lenkerinnen und Lenker für Übertretungen geahndet werden können. Schließlich handeln Letztere weisungsgebunden und meist unter Druck der Arbeitgeber. Denn der Faktor Zeit bedeutet vor allem in dieser Branche viel Geld, was wiederum zu illegalen Manipulationen verleitet und zu unfairem Wettbewerb gegenüber gesetzeskonform wirtschaftenden heimischen Frächtern führt. Das gefährdet auch gute österreichische Arbeitsplätze.

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