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Lauda/Crewlink

Ekel-Baracken für FlugbegleiterInnen.

„Künftige Lauda-Flugbegleiter müssen in Ekel-Baracken hausen“, lautet der Titel einer heute vom österreichischen Luftfahrtportal AviationNetOnline veröffentlichten Story über skandalöse Unterkunftsbedingungen bei Crewlink in Deutschland. Die Reportage befasst sich mit Missständen in Österreich und Deutschland beim im Besitz von Ryanair befindlichen Billigflieger Lauda, sowie auch mit der Ryanair-eigenen Personalleasingfirma Crewlink, die für die Ausbildung von FlugbegleiterInnen in Österreich und Deutschland zuständig ist.   

Mit schlechten Bedingungen, der Ausübung von Druck auf die Beschäftigten sowie fristlosen Entlassungen wegen Krankenständen in Österreich und Deutschland verstehen es Lauamotion (die Marke heißt Lauda, das Unternehmen Laudamotion) und Ryanair immer wieder vortrefflich aufs Neue, im Umgang mit MitarbeiterInnen für neue negative Schlagzeilen zu sorgen.    

Krankheit rechtfertigt keine Entlassung

„Fristlose Entlassungen sind nur dann zulässig wenn ein Arbeitnehmer den Arbeitgeber bewusst schädigt, also stiehlt oder eben einen Krankenstand vortäuscht und in Wirklichkeit im Urlaub ist. Eine bloße Erkrankung rechtfertigt auf keinen Fall eine fristlose Entlassung“, so Daniel Liebhart, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Luftfahrt gegenüber Aviation.net. „Wir raten Betroffenen in Österreich sich an uns zu wenden und den Kollegen in Deutschland sich an die deutschen Gewerkschaften zu wenden“, so Liebhart. Die Gewerkschaften in Deutschland und Österreich wollen grenzüberschreitend zusammenarbeiten und prüfen gemeinsame Aktionen.

800 Euro für Unterkunft in Schimmel-Zimmer

Dem nicht genug: „Für stolze 800 Euro müssen derzeit Auszubildende, die über die Leiharbeitsfirma Crewlink für Lauda als FlugbegleiterInnen arbeiten wollen, im deutschen Lautzenhausen, nahe dem Flughafen Frankfurt-Hahn, in desolaten Gebäuden in Zimmern, deren Hygienezustand katastrophal zu sein scheint, hausen. Bis zu vier Menschen werden in den kleinen Räumen untergebracht, wobei die Matratzen beim ersten Betreten nicht einmal bezogen waren“, berichtet AviationNetOnline. Ein dem Luftfahrtportal vorliegendes Video belege, „dass diese sogar verschimmelt waren. Doch den Gipfel des Ekels dürften deutlich sichtbare Spuren an der Wand, die nach Angaben der Betroffenen von Urin stammen sollen, sein.“

Gemeinsame Strategien gegen Missstände

Die Gewerkschaft vida sowie die deutschen Gewerkschaften und Bordpersonalvertretungen ver.di, IGL und UFO (alle aus Deutschland) kritisieren die Zustände am Ausbildungskurs heftig. Es wird an gemeinsamen Strategien gegen die Missstände bei Lauda und Crewlink gearbeitet.

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