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Wizz Air

Wettbewerb auf dem Rücken der Beschäftigten rasch beenden.

Beeindruckende 2,2 Millionen Passagiere beförderte Wizz Air 2019 vom Flughafen Wien aus. Das jedoch, ohne sich an gehaltsrechtliche Normen für das Personal halten zu müssen. Einen Branchenkollektivvertrag für das Bordpersonal verweigert die Wirtschaftskammer seit Jahren. Dass andere Airlines, insbesondere jene, die bemüht sind, sich dem Personal gegenüber fair zu verhalten, hier klar das Nachsehen haben, liegt auf der Hand.

'Blutbad' unter den Airlines am Flughafen Wien

Welches Unternehmen am Ende diesen Dumpingwettbewerb überlebt, ist noch unklar.

"Klar ist aber, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Verlierer und Leidtragenden dieser wettbewerbsungleichen und verfehlten Standortpolitik sind!“

Daniel Liebhart, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Luftfahrt

Liebhart sieht ein „Scheitern der Sozialpartnerschaft, faire Spielregeln für die Airlines zu schaffen“. „Die Wirtschaftskammer hat ihre Klientelpolitik durchgepeitscht. Nun ist es an der Zeit, dass die Regierung für den Standort und die Beschäftigten regulierend eingreift“, fordert Liebhart.

Wir fordern die neue Regierung auf, schnell für fairen Wettbewerb zu sorgen:

  1. Durch die KV-Satzung des AUA-KV, für Airlines ohne KV, einheitliche Spielregeln bei Gehalt und freien Tagen schaffen
  2. Alle Doppelsteuerabkommen zwischen Staaten müssen evaluiert werden, inwieweit durch sie ein Dumpingwettbewerb ermöglicht wird
  3. Schaffung eines Registers für alle Personen, die in Österreich ihre Bordpersonal-Homebase haben
  4. Das Lohn- und Sozialdumpingbekämpfungsgesetz muss um einen Abschnitt für das fliegende Personal erweitert werden.
  5. Es muss für ausreichend Kontrollpersonal, insbesondere in der Sozialversicherung und beim Arbeitsinspektorat, gesorgt werden, damit die Gehaltsabrechnungen und arbeitsrechtlichen Vorschriften wirksam kontrolliert werden können.

Greift die Politik nicht ein, wird sich der Dumpingwettbewerb weiter ausbreiten. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis andere Airlines auch nicht mehr ihre Steuern in Österreich abführen und österreichisches Recht mit Füßen treten werden, wofür die Regierung dann auch mitverantwortlich wäre. 

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