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Bahn-KV: Abschluss nach Verhandlungsmarathon

Verbesserungen im Rahmenrecht und deutliche Anhebung bei Gehältern.

Der österreichweite Warnstreik im Eisenbahnsektor vergangenen Montag und die breite Unterstützung in der Bevölkerung haben Wirkung gezeigt: In der Nacht von Samstag auf Sonntag konnte die Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida nach einem 16-stündigen Verhandlungsmarathon mit dem Fachverband Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) in der zehnten Runde den Abschluss für die rund 40.000 Bediensteten in den eisenbahnspezifischen Berufen erzielen.

„Bei diesen Verhandlungen war eine besondere Kraftanstrengung der Bahnbeschäftigten über alle Bahnunternehmen hinweg notwendig, um einen fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg des Bahnlands Nummer eins zu erreichen", so vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit und Günter Blumthaler, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Eisenbahn.

Blaulichttag für ehrenamtliches Engagement

Viele Eisenbahnerinnen und Eisenbahner sind in ihrer Freizeit ehrenamtlich bei der freiwilligen Feuerwehr oder im Rettungsdienst tätig. Dieses ehrenamtliche Engagement wird mit einem Tag Sonderurlaub pro Jahr belohnt.

Mehr selbstbestimmte Freizeit

Die knappe Personalsituation führt in den meisten Eisenbahnunternehmen zu immer mehr Zeitausgleichsstunden bei den Beschäftigten. Erholungsphasen und geblockte Freizeit werden deshalb immer wichtiger. Die Gewerkschaft vida hat erreicht, dass die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner ab 1.1.2020 mehr Selbstbestimmungsrecht beim Verbrauch von Zeitausgleich haben.

Entlastung bei der Nachtarbeit

Um den besonderen Belastungen der tausenden Schichtarbeitern in der Bahnbranche gerecht zu werden, steht den Beschäftigten je nach Kollektivvertrag ein Zeitzuschlag für Nachtarbeit bzw. ein Zusatzurlaub von bis zu sieben Tagen zu.

8,5 Prozent höhere Einstiegsgehälter für eisenbahnspezifische Berufe

Zur Bekämpfung des akuten Personalmangels bei den österreichischen Bahnen – rund 7 Millionen Überstunden werden heuer anfallen – werden Berufseinsteiger im neuen Kollektivvertrag mit einem durchschnittlichen Plus von 8,5 % bei den Einstiegsgehältern für die eisenbahnspezifischen Berufe belohnt.

Kräftige reale Erhöhung bei KV- und IST-Gehältern

Neben den Verbesserungen im KV-Rahmenrecht konnten auch deutliche prozentuelle Gehaltserhöhungen erreicht werden: Rückwirkend mit 1.7.2018 werden die IST- und KV-Gehälter sowie die valorisierbaren Nebengebühren für alle Eisenbahn-Kollektivverträge um 3,4 Prozent erhöht.

Mehr Geld für die Eisenbahn-Lehrlinge

Die rund 1.600 Lehrlinge in Österreichs Eisenbahnunternehmen leisten tagtäglich einen wichtigen Beitrag für die Zukunft ihrer Branche. Mit 1.3.2019 werden die Lehrlingsentschädigungen um durchschnittlich 6,5 Prozent angehoben.

Gemeinsam stark!

Wichtigste Voraussetzung für erfolgreiche Verhandlungen sind unsere Mitglieder, die uns den Rücken stärken. Hilf auch du mit! 

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