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R.I.P. VAEB

"Trauerzug“ zur Beerdigung von Versicherungsleistungen und Selbstverwaltung.

„Wir tragen hier und heute bedürfnisorientierte Leistungen, die Mitbestimmungsrechte und berufsspezifischen Einrichtungen der Versicherten aus dem Eisenbahn- und Seilbahnbereich zu Grabe. Denn jetzt gerade wird von der Bundesregierung im Ministerrat die Auflösung unserer Sozialversicherung VAEB in die Beamtenkasse beschlossen“, sagte Günther Blumthaler, Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn in der Gewerkschaft vida im Rahmen eines „Trauerzugs“, der parallel zur heutigen Ministerratssitzung vor das Bundeskanzleramt führte. „Das heißt, in Zukunft werden wir Seil- und EisenbahnerInnen keine Selbstverwaltung, keine entsprechende demokratische Mitbestimmung über unsere Beitragszahlungen und auch keine Garantie für uns bisher zustehende Versicherungsleistungen und Einrichtungen mehr haben“, kritisierte Blumthaler. 

R.I.P. VAEB

Im Namen der VAEB-Versicherten wanderte eine Delegation schwarz bekleidet mit einem geschulterten Sarg und einem Grabstein „R.I.P. VAEB“ im Morgengrauen vom Burgtheater in die Nähe des Bundeskanzleramts, wo die Versicherungsanstalt für Eisenbahn und Bergbau (VAEB) begleitet von Glockengeläut im Schein von Grablichtern symbolisch beerdigt wurde.

Auf den dabei verteilten Partezettel ist zu lesen, „In tiefer Trauer teilen wir Ihnen mit, dass unsere geliebte Sozialversicherung für Eisenbahn und Bergbau von uns gegangen ist. Nach kurzer Krankheit namens Bundesregierung hat sie uns verlassen. VAEB, du wirst uns mit deinen Leistungen, Einrichtungen und Mitbestimmungsrechten immer in Erinnerung bleiben.“ 

Verlust für 170.000 VAEB-Versicherte

Ihr Bedenken bezüglich der Auflösung ihrer Sozialversicherung hatten EisenbahnerInnen und Gewerkschaft vida zuvor schon in einem Brief an Bundeskanzler Kurz mitgeteilt. Eine Antwort ist bis jetzt ausgeblieben. Mit den Worten, „Wir verabschieden uns in tiefer Anteilnahme zusammen mit den 170.000 VAEB-Versicherten, die eine wichtige Stütze in ihrem Leben verloren haben“, wurde die Zeremonie schließlich beendet.

Mehr Infos auf www.vidaspruch.at

 

 

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