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Neue Ära bei Eurowings Europe

Nach 36 Monaten Kollektivvertrag unterzeichnet.

Nach über zweijährigem Ringen wird heute, am 1. Oktober, der Kollektivvertrag für das Bordpersonal bei Eurowings Europe unterzeichnet. „Damit läuten wir bei der Lufthansa-Tochter eine Trendwende ein. Mit diesem Meilenstein gelingt es, dass die mehr als 600 Eurowings-MitarbeiterInnen in Österreich nicht mehr im sozialen Leerraum stehen und ihr kollektivvertragsloser Zustand endgültig der Vergangenheit angehört“, freut sich Johannes Schwarcz, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Luftfahrt. Der Kollektivvertrag gilt rückwirkend ab 1. März 2018 bis 31. Dezember 2021.

Höhere Einkommen, mehr freie Tage

Der vorliegende KV bietet „faire Lösungen und zeigt die Wertschätzung für die Beschäftigten“, steht für Schwarcz außer Zweifel. Wesentlicher Teil des KVs ist, dass das Einstiegsgehalt für FlugbegleiterInnen auf 1.700 Euro brutto pro Monat erhöht wird. „Das bedeutet einen ordentlichen Schub, liegen die Einstiegsgehälter derzeit noch bei 1.500 Euro, exklusive Zulagen“, so Schwarcz. Die höheren Gehälter inklusive vereinbarter Tabellenentwicklungsschritte sollen laut Eurowings bis Dezember 2021 für "Tariffrieden" sorgen.

„Darüber hinaus konnten wir die Arbeitszeitregelungen insofern verbessern, als die MitarbeiterInnen mehr Anspruch auf zusätzliche freie Tage haben und die maximale Anzahl an Flügen etwas begrenzt wurde“, so Schwarcz. Mit dem neuen Kollektivvertrag ist außerdem sichergestellt, dass Dienstpläne künftig stabiler sind und die MitarbeiterInnen somit eine besser planbare Lebensgestaltung haben. Im Zuge der KV-Verhandlungen wird auch eine Lizenzverlustversicherung (Abfertigung) für PilotInnen eingeführt. „Das war allen Verhandlungsparteien ein großes Anliegen, da es eine Sicherheitsempfehlung für Airlines gibt, Absicherungsmechanismen in der Organisation zu etablieren. Für PilotInnen ist damit die Hürde, aus dem Beruf auszuscheiden, wenn es aus sicherheitsrelevanten Gründen sinnvoll wäre, deutlich niedriger“, sagt Schwarcz. „Mit dem KV wurde die Grundlage für vernünftige Arbeitsbedingungen geschaffen. Gehen wir diesen Weg weiter, sind wir zuversichtlich, dass Eurowings Europe das Potential hat, auch langfristig ein attraktiver Arbeitgeber zu sein“, betont auch Eurowings Europe-Betriebsratsvorsitzender Ralph Schönfelder

Attraktive Angebote

Schwarcz lobt auch die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat von Eurowings Europe: „Gemeinsam haben wir es geschafft, dass die Beschäftigten in einem Unternehmen mit einem Kollektivvertrag mit attraktiven Arbeitsbedingungen tätig sind.“ Der vida-Gewerkschafter unterstreicht, dass „der Verhandlungsstart nicht unbedingt reibungsfrei verlaufen ist. Eurowings Europe hat aber die Wichtigkeit des Themas erkannt und dann folgten konstruktive Verhandlungen auf Augenhöhe. Wir konnten trag- und zukunftsfähige Ergebnisse für Unternehmen und Beschäftigte erreichen“. Mit dem neuen KV „wird die Attraktivität von Eurowings Europe als Arbeitgeber gesteigert, indem nun endlich Gehälter bezahlt werden, die auf sozialpartnerschaftlicher Ebene vereinbart wurden und dadurch ein Interessensausgleich stattfand. Eurowings Europe ist damit der erste Low Cost Carrier in Wien, der einem Kollektivvertrag unterliegt und damit faire Spielregeln einhält. Auch für kommende Verhandlungen steht fest, dass faire Löhne und Gehälter, ArbeitnehmerInnenschutz sowie gute Arbeitsbedingungen im Vordergrund stehen müssen“, schließt Schwarcz.  

Dass die Sozialpartnerschaft mittlerweile auf einem tragbaren Fundament steht, zeigt auch, dass im Laufe dieses Monats der Kollektivvertrag noch gemeinsam mit der Gewerkschaft GPA-djp um den Teil der Bodenbeschäftigten ergänzt wird.

 

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