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Erfolgreicher KV-Abschluss in der Sozialwirtschaft

Über 3 Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung für untere Lohn- und Gehaltsgruppen.

In der Nacht auf Samstag, den 24. Februar konnte für die rund 100.000 Beschäftigten der Sozialwirtschaft Österreich ein Kollektivvertrags- abschluss erzielt werden. Nach sechs Verhandlungsrunden haben sich vida und GPA-djp mit den Arbeitgebern auf eine Lohn- und Gehaltserhöhungvon 2,5 Prozent, jedoch mindestens 48 Euro geeinigt.

​Die Erhöhung von 2,5 % und ein Mindestbetrag von Euro 48 gilt für​

  • die Kollektivvertragslöhne und -gehälter
  • die Ist-Löhne und Ist-Gehälter
  • die ALT-Gehaltssysteme jedoch maximal 75 Euro
  • alle Zulagen und Zuschläge
  • für TransitmitarbeiterInnen

Diese ergibt eine Erhöhung in den unteren Gehaltsgruppen von über 3 %, durchschnittlich konnte eine Gehaltserhöhung von 2,55 % erreicht werden.

Der Kollektivvertrag tritt rückwirkend mit 1. Februar 2018 in Kraft.

Verbesserung für Lehrlinge

Für Lehrlinge konnte zusätzlich zur prozentuellen Steigerung von 2,5 Prozent eine Erhöhung von 100 Euro erreicht werden.

Früher mehr Urlaub

Alle Beschäftigten, die bereits 5 Jahre im Betrieb sind, erhalten einen zusätzlichen Arbeitstag als Urlaubstag.

Verbesserungen für Pflegeberufe

Für Pflegeberufe konnten Verbesserungen erreicht werden. PflegeassistentInnen erhalten mit 1. Oktober 2018 zusätzlich 20 Euro und mit 1. Oktober 2019 weitere 10 Euro monatlich.

Die PflegefachassistentInnen werden in die Verwendungsgruppe 6 eingestuft und erhalten mit 1. Oktober 2018 zusätzlich 30 Euro und mit 1. Oktober 2019 weitere 30 Euro monatlich.

Die Diplomierten KrankenpflegerInnen erhalten mit 1. Oktober 2018 zusätzlich 50 Euro, und mit 1. Oktober 2019 weitere 50 Euro monatlich.

Verbesserungen für Teilzeitkräfte 

Die zuschlagsfreie Mehrarbeit für Teilzeitkräfte wurde massiv reduziert. Jetzt gilt eine einheitliche Grenze von 16 Stunden pro Durchrechnungs- zeitraum, die ohne Zuschläge ausbezahlt werden darf.

Beschäftigte setzten mächtiges Zeichen

„Der Abschluss in dieser Qualität war nur möglich, weil sich tausende Kolleginnen und Kollegen in Aktionen solidarisch beteiligt haben. Dafür gebührt ihnen großer Dank. Auch wenn die Arbeitgeber beim Thema Arbeitszeitverkürzung wenig Entgegenkommen zeigten, bleibt sie auf unserer Agenda“, so die Verhandler Reinhard Bödenauer (GPA-djp) und Michaela Guglberger (vida).

Weitere Details zum Abschluss findest du links neben dem Artikel im Downloadbereich.


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