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Müllhelden aus Überzeugung

Klaus sorgt mit seinem Team für gute und sichere Entsorgung.

Wir haben uns umgehört, wie geht es den Heldinnen und Helden, die unser tägliches Leben mit ihrer Arbeit aufrechterhalten und unsere Versorgung sichern? Hier in Wort und Bild Klaus Steinacher, 55 Jahre, beschäftigt bei Abfallentsorger Seppele in Kärnten.  

vida.at: Wie geht es dir in der Corona-Krise?

Klaus Steinacher: Danke, mir geht es den Umständen entsprechend gut.

vida.at: Wie hat sich dein Arbeitsalltag verändert?

Klaus Steinacher: Da sehr viele Kunden den Betrieb geschlossen oder auf Kurzarbeit umgestellt haben, ist es natürlich auch bei uns zu Veränderungen gekommen. Es wurden Touren zusammengelegt. Es mussten Zeitausgleich und Alturlaub genommen und verbraucht werden. Andererseits mussten wieder Überstunden gemacht werden.

vida.at: Fühlst du dich gut geschützt in deiner Arbeit?

Klaus Steinacher: Seitens der Firmenleitung wurde schon darauf geachtet, dass Fahrer und Beifahrer Schutzausrüstung bekommen, also Schutzmasken, Einweghandschuhe und Desinfektionsmittel. Bei drei Personen im Fahrzeug ist der Sicherheitsabstand aber nicht möglich. Und Fahren oder Arbeiten mit Schutzmaske und Brille ist nur schwer erträglich.

vida.at: Hast du Kinder und wenn ja, wie funktioniert das mit der Betreuung derzeit?

Klaus Steinacher: Unsere Kinder sind erwachsen und leben nicht mehr bei uns im Haushalt.

vida.at: Wie unterstützt der Betriebsrat in dieser herausfordernden Zeit?

Klaus Steinacher: Der Betriebsrat ist ein wichtiger Ansprechpartner und leitet alle aktuellen Informationen an die Belegschaft weiter. Es hat Gespräche über Kurzarbeit und Zeitausgleich geführt und ausverhandelt. Das Krisenmanagement hat sehr gut funktioniert bei uns!

vida.at: Du und deine KollegInnen, ihr leistet mit eurer Arbeit einen wertvollen Beitrag für uns alle. Hast du ein besonderes Erlebnis bei deiner Arbeit gehabt?

Klaus Steinacher: Abgesehen davon, dass einige Firmen doch sehr dankbar waren, dass wir auch in dieser Zeit zu ihnen kommen, war das eigenartigste Erlebnis, alleine auf der Straße unterwegs zu sein, keine Menschen und keine Autos zu sehen.

vida.at: Deine Wünsche an die Gesellschaft, Gewerkschaft, Regierung?

Klaus Steinacher: Wie schnell ein Ereignis alles verändern kann. Wir sollten einmal überdenken, was uns wichtig ist und welche Werte zählen. Genau in solchen Zeiten ist die Gewerkschaft besonders wichtig, da ja die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besonders von der Corona-Krise betroffen sind. Voller Einsatz weiterhin! Gut war, dass die Regierung unter Einbindung aller Parteien und den Sozialpartnern schnell reagiert hat. Es wurden einige Berufsgruppen lobend erwähnt und ins Rampenlicht gestellt. Jedoch wurde auf viele vergessen, die zur Systemerhaltung notwendig sind. Ich würde mir wünschen, dass an ALLE diese wichtigen Berufsgruppen gedacht wird und dass auch noch nach der Krise! Wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stärken mit unserer Kaufkraft auch die Wirtschaft!

vida.at: Welche drei Dinge machst du zuerst, wenn die Krise vorbei ist?

Klaus Steinacher: Ein Treffen mit der ganzen Familie, mit Freunden auf ein Bier gehen und irgendwo Urlaub machen.

 

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